(mspw). Wenn Traber-Trainer Henk Grift (35/Kevelaer) über den von ihm trainierten Hengst Let the music play spricht, gerät er ins Schwärmen. „Er ist ein Bild von einem Pferd. Groß, pechschwarz und völlig unkompliziert“, sagt der Niederländer, der den Fünfjährigen am Donnerstag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen (zehn Rennen, erster Start um 18.30 Uhr) in einer Meilen-Prüfung an den Start bringt. Neben seinem eindrucksvollen Aussehen kann Let the music play aber auch mit seinen sportlichen Leistungen punkten. Mit einer Gewinnsumme von etwas mehr als 2.000 Euro ist der Hengst in die aktuelle Saison gestartet. Mittlerweile steht er - unter anderem nach sechs Siegen sowie dem zweiten Platz mit Rita Drees (68/Gronau-Epe) im Finale um die Deutsche Amateur-Meisterschaft in Berlin-Mariendorf - bei exakt 16.507 Euro. Der fünfjährige Hengst Let the music play testet Donnerstag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen für einen Auftritt in der Breeders Crown Anfang November an gleicher Stelle
Bei seinem Start am Donnerstag kann Let the music play mit „Silberhelm“ und Bahnchampion Roland Hülskath (35/Mönchengladbach), der ihn bisher lediglich zweimal in Probeläufen gesteuert hatte, seine Bilanz weiter ausbauen. Das Rennen soll der Vorbereitung auf die Breeders Crown (Züchter-Krone) am Nienhausen Busch Anfang November dienen. „Er soll in der Entlastung für fünf- bis siebenjährige Hengste und Wallache angreifen“, verrät Grift, der mit Let the music play danach noch große Pläne hat. „Ich kann mir vorstellen, mit ihm nach Frankreich zu gehen. Die nötige Klasse besitzt er auf jeden Fall. Allerdings muss er dafür noch Gewinnsumme aufbauen.“
Bei einem Sieg am Donnerstag würden 1.000 Euro Prämie überwiesen. Für Trainer Grift stehen die Chancen des sechsfachen Jahres-Siegers auf einen weiteren Erfolg nicht schlecht: „Let the music play ist ein Allrounder mit einer exzellenten Einstellung. Auch die kurze Meilen-Distanz sollte ihm liegen.“
Bei seinem letzten Auftritt auf der C-Bahn in Bedburg-Hau hatte es für Let the music play mit Henk Grift selbst im Sulky allerdings nur zu Rang sieben gereicht. „Ich hatte ihm vorher eine Pause gegönnt, weil er in diesem Jahr schon sehr viel geleistet hat. Der Boden in Bedburg-Hau war durch Regen sehr weich. Das war nichts für den Hengst“, erklärt Grift - und fügt gleich noch hinzu: „Im Training hat er sich zuletzt wieder optimal präsentiert.“
Zu den Konkurrenten von Let the music play zählt am Donnerstag Yesterday, der von Grifts Landsmann Arnold Mollema (Wolvega) trainiert wird. Der 61-Jährige ist für den Start seines Schützlings, der von Thomas Panschow (43/Bladenhorst) gesteuert wird, guter Dinge. „Die Form im Training stimmt“, so Mollema. Zuletzt landete Yesterday in Gelsenkirchen beim Sensations-Sieg von Simon Says zum Totokurs von 1.037:10 auf Rang vier. „Er hatte einen unglücklichen Rennverlauf, war eingeklemmt. Sonst wäre mehr drin gewesen“, erinnert sich der niederländische Spitzen-Trainer.
Grundsätzlich scheint dem fünfjährigen Wallach Yesterday die Gelsenkirchener Bahn zu liegen. Bei insgesamt sechs Starts sprangen zwei Siege, zwei Plätze und ein vierter Rang heraus. Nur bei seiner Premiere am Nienhausen Busch wurde er disqualifiziert.
Bereits sieben Jahressiege, davon sechs am Nienhausen Busch, hat der siebenjährige Wallach Photo Phoenix auf seinem Konto. Zuletzt wurde er allerdings als Viertplatzierter nachträglich von der Rennleitung wegen einer Fahrspurveränderung im Einlauf disqualifiziert. Für seinen belgischen Fahrer Kurt Roeges, der im niederländischen Ureterp wohnt, wäre ein Sieg mit Photo Phoenix ein vorgezogenes Geburtstags-Geschenk. Roeges wird am Freitag 35 Jahre.
Ebenfalls am Start ist El Conchita aus dem Mit-Besitz von Ex-Fußballprofi Hannes Bongartz (59/Bottrop). Die ehemalige Serien-Siegerin hat von Januar bis Anfang August fast sieben Monate pausiert. Danach gab es bei drei Auftritten noch keinen weiteren Erfolg. Die Gesamt-Bilanz der sechsjährigen Stute ist dennoch beachtlich. Bei 38 Versuchen kam El Conchita zu 17 Siegen und 15 Platzierungen. Am Donnerstag wird sie erstmals von Formfahrer Michael Schmid (43/Oberhausen) gesteuert. Insgesamt werden zehn Gespanne die Meilenprüfung in Angriff nehmen.
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