Zorba Oldeson und Fahrer Rob T. de Vlieger triumphierten nach einem packenden Schluss-Duell über den Top-Favoriten Joke Face mit Lutfi Kolgjini
ELE Großer Preis von Deutschland: Joke Face nur Zweiter
(mspw). Der mit 161.190 Euro dotierte „ELE Großer Preis von Deutschland“ auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, in dem die europäische Spitzenklasse der Vierjährigen am Start war, ging vor rund 13.000 Zuschauern an den 274:10-Außenseiter Zorba Oldeson aus den Niederlanden. Mit dem 46-jährigen Rob de Vlieger aus Zwaanshoek/NL im Sulky brachte Zorba Oldeson dem Favoriten und schwedischen Derbysieger Joke Face eine unerwartete Niederlage bei. Zora Oldeson war der zweitgrößte Außenseiter im Neuner-Feld.
Vor rund 13.000 Zuschauern gab es auf der Zielgeraden einen dramatischen Kopf-an-Kopf-Zweikampf zwischen dem späteren Sieger, der immer hinter Joke Face an zweiter Stelle gelegen hatte. Je näher das Ziel kam, umso kürzer wurde der Vorsprung von Joke Face, den sein Fahrer Lutfi Kolgjini (51/Veberöd/Schweden) schon kurz nach dem Start in Front gefahren hatte. Rob de Vlieger, für den der Sieg im „ELE Großer Preis von Deutschland“ sein bisher größter Karriere-Erfolg bedeutete, strahlte nach seinem knappen Sieg, den der Zielrichter mit „Kampf – eine halbe Länge“ bewertete: „Das war ein Rennen, wie ich es mit gewünscht hatte. Mit Joke Face lag immer ein Führpferd vor mir, so dass wir uns nur dranhängen mussten. Dass wir an einem solchen Pferd wie dem aktuellen schwedischen Derbysieger, der zweifellos zur europäischen Spitzenklasse der Vierjährigen gehört, vorbeiziehen würden, das hätte ich nie im Leben gedacht.“
Lutfi Kolgjini war nach dem zweiten Platz von Joke Face total enttäuscht. „Das hatte ich nicht einkalkuliert. Das Rennen lief für uns bis 100 Meter vor dem Ziel nach Plan. Ich habe keine Erklärung dafür, dass wir noch überholt worden sind.“
Dritter in diesem Rennen wurde Jag Junior mit dem Oberhausener Michael Schmid für den niederländischen Besitzer Ger Visser (51/Deventer). Schmid kommentierte Rang drei für den St. Leger-Sieger des Vorjahres: „Wenn uns einer vor dem Rennen gesagt hätte, wir würden Dritte, dann wären wir sehr zufrieden gewesen. Ich hatte ein Rennen im Windschatten von Abano Boy mit dem Niederländer Peter Strooper. Als ich merkte, dass der 44-Jährige mit Abano Boy nicht mehr viel in der Hand hatte, musste ich Jag Junior nach außen nehmen und in dritter Spur angreifen, wobei der Hengst sich willig streckte.“
Mehr war allerdings nicht drin. Jag Junior kam deutlich hinter Sensationssieger Zorba Oldeson, der dem Niederländer Michel de Bruin (50/Moerdijk) gehört, sowie hinter Joke Face ins Ziel. Nur einen Schritt hinter Jag Junior kam Mitfavorit Marc Burgerheide über die Ziellinie. Fahrer Ruud Pools (57/Heiloo/NL) war sauer: „Ich bin sehr enttäuscht. Unser Derbydritter war heute weit von seiner Bestform entfernt.“
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