Blue Phoenix baute am Nienhausen Busch ihre beachtliche Saison-Bilanz weiter aus und bescherte Roland Hülskath einen von insgesamt drei Tages-Siegen
(mspw). Es war ein Renntag so ganz nach dem Geschmack von Lehrlings-Champion Tim Schwarma (19/Weeze) und „Silberhelm“ Roland Hülskath (35/Mönchengladbach). Denn das Fahrer-Duo erwischte Donnerstag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen einen „Sahne-Tag“. Jeweils dreimal bogen Schwarma und Hülskath in den Winner-Circle ein. Sie gewannen damit zusammen mehr als die Hälfte der zehn Prüfungen und waren die erfolgreichsten Akteure am Nienhausen Busch. Roland Hülskath siegte unter anderem mit Blue Phoenix.
Für Schwarma hatte die Veranstaltung optimal begonnen. Mit Starlight BR machte er gleich in der ersten Prüfung Tages-Sieg Nummer eins perfekt. Zweiter Start, zweiter Treffer. So hieß es für den Youngster nach seinem Auftritt mit Lincolns Crown (sechstes Rennen). Danach legte Schwarma mit Lincolns Charly (siebtes Rennen) noch einmal nach.
„Drei Siege an einem Tag sind mir noch nie gelungen“, freute sich Schwarma nach seinem Dreierpack. Seinen Sieg-Rekord aus der abgelaufenen Saison (elf) hat der Lehrling längst deutlich überboten, steht jetzt bei 21 Erfolgen.
Hülskath kam im Vergleich zu Schwarma etwas später auf Touren. Blue Phoenix (viertes Rennen) hieß die erste Siegerin des Rheinländers. Mit dem von Gerd Holtermann (54/Bladenhorst) für Marion Jauß (71/Neritz) trainierten vierjährigen Wallach Crown Store (fünftes Rennen) machte der Vize-Champion seinen zweiten Treffer am Nienhausen Busch perfekt. In der achten Tages-Prüfung holte Hülskath mit „Geldschrank“ My Winner (Gewinnsumme: 538.420 Euro), der von Henk Grift (35/Kevelaer) trainiert wird, erfolgreich die Höchst-Zulage von 50 Metern auf. Für Hülskath, der im Berufsfahrer-Championat souverän führt, waren es die Saison-Siege 155 bis 157.
Lincolns Crown aus dem Trainingsquartier von Wolfgang Nimczyk (53/Willich) hatte sich am Nienhausen Busch als bester Sprinter erwiesen. Der sechsjährige Hengst ließ der Konkurrenz über die Meile keine Chance und machte mit Tim Schwarma im Sulky seinen dritten Sieg in Serie perfekt. Die Plätze belegten Photo Phoenix mit Kurt Roeges (35/Ureterp, NL), Let the music play mit Roland Hülskath bei seiner „Generalprobe“ für den Breeders Crown (Züchter-Krone)-Entlastungslauf für fünf- bis siebenjährige Hengst und Wallache am Freitag, 5. November, in Gelsenkirchen und El Conchita aus dem Mit-Besitz von Ex-Fußballprofi Hannes Bongartz (59/Bottrop), der erstmals Michael Schmid (43/Oberhausen) als Fahrer für die Stute verpflichtet hatte.
Ihre beachtliche Saison-Bilanz baute die vierjährige Blue Phoenix aus. Gesteuert von „Silberhelm“ Roland Hülskath war die Stute aus dem Besitz des Niederländers Hendrikus Kok (Bussum, NL) beim elften Start in diesem Jahr bereits zum fünften Mal nicht zu bezwingen. Von ihren letzten sechs Auftritten gewann Blue Phoenix, die von Jos Oorthuijsen (50/Soest) vorbereitet wird, nicht weniger als vier.
„Ich hatte volles Vertrauen in Blue Phoenix“, strahlte Hülskath nach seinem ersten von drei Tages-Siegen. „Die Stute ist glänzend in Form. Deshalb war ich mir ganz sicher, dass sie das Rennen gewinnen kann.“
Gleich nach dem Start hatte Bene Speranza mit Patricia Ruckdäschel (48/Moers) die Führung übernommen. Lange konnte die Stute aus dem Besitz von Sonja Girndt (42/Neukirchen) die Spitze allerdings nicht behaupten. Denn die glänzend gestartete Floriane mit Michael Schmid (43/Oberhausen) löste Bene Speranza ab.
Einen weiteren Führungswechsel gab es vor den Tribünen. Roland Hülskath beorderte die 17:10-Favoritin Blue Phoenix zum Angriff in die zweite Spur. Dort machte die Stute zügig Boden gut und eroberte die erste Position. Hinter Floriane und Bene Speranza mischte auch Laura As mit Geburtstagskind Andor Schute (42/Recklinghausen) in der Spitzengruppe mit.
Als das Feld auf die Zielgerade einbog, hatte Blue Phoenix noch immer das Kommando. Souverän löste sich die Stute von den Verfolgern und ließ sich den Sieg danach nicht mehr nehmen. Der Zielrichter urteilte: Überlegener Erfolg mit zweieinhalb Längen. Hinter der Siegerin belegte Bene Speranza eine Länge vor Floriane Rang zwei. Laura As hatte als Vierte sieben Längen Rückstand.
Mit ihrem zweiten Platz zu Blue Phoenix war Patricia Ruckdäschel nicht unzufrieden. „Bene Speranza hatte zuletzt wegen muskulärer Probleme einige Wochen pausiert. Ich wusste nicht ganz genau, wo sie steht“, sagte Ruckdäschel. „Die Leistung ging in Ordnung. Blue Phoenix war diesmal eine Nummer zu groß.“
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