Julius Lammerding probt mit Valerie Andrup für die Breeders Crown Anfang November
Zweijährige Stute soll sich für höhere Aufgaben empfehlen
(mspw). Nur noch wenige Tage, dann geht es auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen um die begehrten „Kronen“ beim dreitägigen Meeting (5., 6. und 7. November) um die Breeders Crown (Züchter-Kronen). Den Renntag am Donnerstag (zehn Rennen, erster Start 18.30 Uhr) nutzen mehrere Besitzer und Trainer, um ihre Schützlinge noch einmal auf der Bahn am Nienhausen Busch einem Härtetest zu unterziehen.
Große Bedeutung hat der Start am Donnerstag für die zweijährige Valerie Andrup. Besitzer, Trainer und Fahrer der Stute ist Julius Lammerding (62/Saerbeck), der sich hinter dem Gestüt Andrup im Münsterland verbirgt und dessen Pferde deshalb allesamt „Andrup“ im Namen tragen.
Für Valerie Andrup, die am Nienhausen Busch in einem Zweijährigen-Rennen auf neun Kontrahenten trifft, wird es erst der dritte Auftritt auf einer Rennbahn sein. Ende September in Dinslaken qualifizierte sich die Stute in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:21,1 Minuten auf Anhieb für den Rennbetrieb. „Sie ist bei strömenden Regen ganz alleine gelaufen. Dafür war die Zeit in Ordnung“, erinnert sich Lammerding.
Ihren ersten Start in einem „richtigen“ Rennen absolvierte Valerie Andrup dann Anfang Oktober in Gelsenkirchen. Für Lammerding endete das Debüt seiner Stute mit einer Enttäuschung. Denn Valerie Andrup machte bereits einige Meter vor dem Start einen Fehler. Erst als das Feld schon weit enteilt war, war die Stute zum Traben zu bewegen. „Sie war völlig von der Rolle“, sagt Lammerding. „Die ungewohnte Situation hinter dem Startwagen und die unbekannte Bahn haben sie offenbar stark verunsichert.“
Jetzt will es Lammerding - wenige Tage vor der Breeders Crown-Großveranstaltung - noch einmal versuchen. Sein Vorteil: Er weiß nun, worauf es ankommt. „Die Startphase ist entscheidend. Wenn Valerie Andrup glatt durchkommt, kann sie weit vorne landen. Denn sie besitzt großes Laufvermögen“, ist Lammerding überzeugt.
Julius Lammerding, seit Jahrzehnten im Trabrennsport aktiv, ist sicher, dass er das Start-Problem bei Valerie Andrup in den Griff bekommen wird. „Ihr fehlt nur die Erfahrung“, sagt der 62-Jährige. „Wenn ich ehrlich bin, sind mir unsichere Pferde mit viel Laufvermögen auch lieber, als andersherum“, grinst Lammerding, der Valerie Andrup „auf jeden Fall“ in den Rennen um die Züchter-Kronen an den Start bringen will.
Nur drei der zehn talentierten Youngster, die Donnerstag am Nienhausen Busch um den Sieg kämpfen werden, haben überhaupt schon einmal eine Prämie gewonnen. Immerhin 600 Euro stehen für Bonafide Bo Bo mit Rick Wester (25/Schaandamm, NL) zu Buche. Onice Axe mit Michael Schmid (43/Oberhausen) kam bisher auf 350 Euro, Filippo mit Ralf Oppoli (43/Recklinghausen) auf 60 Euro Preisgeld.
Auf ein Vielfaches dieser Gewinnsummen kommen die acht Teilnehmer des Frei für Alle-Rennens (achte Tages-Prüfung). Zum Kreis der Sieganwärter zählt My Winner mit Roland Hülskath (35/Mönchengladbach). Der „Geldschrank“ aus dem Trainingsquartier von Henk Grift (35/Kevelaer) hat bisher Prämien in Höhe von nicht weniger als 538.420 Euro gewonnen. Wie My Winner geht auch Sir Bajazzo als frischer Sieger ins Rennen. Der „Sir“, der in seiner Karriere bisher 42.910 Euro gewann, wird von Thomas Kornau (51/Recklinghausen) gesteuert.
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