Besitzer Hans-Joachim Kleemann setzt auf genesene Stute
Effi Briest aus dem Besitz von Hans-Joachim Kleemann
Gelsenkirchen (mspw). Der engagierte Traber-Besitzer Hans-Joachim Kleemann (Stall Preussen/Berlin) wird am Donnerstag während seines Urlaubs auf der Ferien-Insel Mallorca sehnsüchtig auf den Anruf von der Trabrennbahn in Gelsenkirchen warten. Denn im dritten von acht Rennen am Nienhausen Busch (erster Start um 18.30 Uhr) gibt seine siebenjährige Stute Effi Briest ihr Comeback nach einem schweren operativen Eingriff. »Ihre Fesselträger waren beschädigt. Aus ihren Stammzellen wurden neue Sehnen gezüchtet und eingesetzt. Es war eine schwere OP, die bereits zum zweiten Mal durchgeführt werden musste. Aber sie war es mir wert«, erklärt Kleemann (72): »Denn Effi Briest ist ein ganz feines Rennpferd.«
kommt nach einer Zwangspause am Donnerstag auf der
Trabrennbahn in Gelsenkirchen erstmals wieder an
den Ablauf.
Ihren letzten Start absolvierte Effi Briest, die nach der Romanfigur von Theodor Fontane benannt ist, im November 2008 in Gelsenkirchen. Da wurde sie mit »Goldhelm« Michael Nimczyk (22/Willich) Siebte. Es folgte die knapp viereinhalbmonatige OP-Pause. Behutsam wurde sie in Kleemanns Gestüt im ostwestfälischen Lage von Trainer Herbert Jans (59) aufgebaut. »Ihre Trainingsleistungen waren gut. Körperlich hat sie den Eingriff optimal weggesteckt. Ich hoffe, dass im Rennen auch der Kopf mitspielt«, so Kleemann.
Thomas Panschow steuert
Gefahren wird die Gewinnerin von sechs Rennen und insgesamt 34.626 Euro erstmals von Thomas Panschow (41/Bladenhorst), da Michael Nimczyk zeitgleich auf der Bahn in Hamburg-Bahrenfeld am Start ist. »Thomas Panschow ist ein erfahrener Fahrer. Er wird das schon machen«, ist Kleemann optimistisch.
erstmals die siebenjährige Stute
Effi Briest.
Zu den Favoriten in dieser Prüfung mit Viererwette dürfte Thor Boshoeve mit Reinier Feelders (44/Kevelaer) gehören. Mit bereits acht Auftritten gehört der achtjährige Schimmel-Wallach zu den Vielstartern in dieser Saison. Nach einer Disqualifikation beim Saison-Debüt war Thor Boshoeve siebenmal in Serie in der Dreierwette. Am Donnerstag könnte sein zweiter Sieg fällig sein. Ebenfalls ein Kandidat für einen vorderen Platz ist Isalus aus dem Besitz von Michael Jost (36/Bochum). Wie Effi Briest hatte auch Isalus schon mal gesundheitliche Probleme. »Wegen eines leichten Beckenschadens ging er nicht mehr glatt«, erinnert sich Jost: »Zum Glück haben wir das aber in den Griff bekommen.« Gesteuert wird Isalus von Thomas Holtermann (36/Mühlen), mit dem er zuletzt Zweiter in Berlin-Mariendorf war. Seinen größten Erfolg hatte Isalus im vergangenen Jahr ebenfalls auf der Derby-Bahn eingefahren, als er einen Entlastungslauf zur Züchter-Krone für sich entscheiden konnte.
Der Schimmel-Wallach Thor Boshoeve gehört mit
Neben Isalus und Thor Boshoeve dürften auch Chingagchook mit Frank Kelm (46/Schermbeck) und Obsession November mit dem Niederländer Dion Tesselaar (39/ Outeschoot) im Sulky zu den stärksten Gegnern von Jahres-Debütantin Effi Briest und damit zu den Anwärtern auf einen der vorderen Plätze zählen.
Reinier Feelders (44/Kevelaer) zu den Favoriten in der
Prüfung mit Viererwette.
Derweil wirft das erste Großereignis des Jahres auf der Trabrennbahn am Nienhausen Busch bereits seine Schatten voraus. Für den BILD-Pokal (30.000 Euro), der am 1. Mai in Gelsenkirchen entschieden wird, geht am Sonntag in München-Daglfing das erste Vorbereitungsrennen über die Bühne. Es ist ebenso mit 10.000 Euro dotiert wie eine weitere Vorprüfung am 19. April in Mönchengladbach.
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