Ihrem Anspruch als Standort für starken Sport wird die Trabrennbahn Gelsenkirchen auch am kommenden Sonntag wieder gerecht. Am ersten Dezember-Renntag stehen am Nienhausen Busch diesmal ab 13.30 Uhr zehn sehr gut besetzte Prüfungen auf dem Programm. Alle Rennen führen über die Mittelstrecke.
Die beste Klasse tritt an siebter Stelle im internationalen Advents-Preis an, der aus drei Bändern entschieden wird. Mit dabei sind Cracks wie My Winner (Michael Schmid) und Zorba Oldeson (Rob de Vlieger, Foto: Sexauer), die sich in absoluter Bestform befinden. Allerdings haben sie auch die Höchstzulage von 50 Metern zu egalisieren.
Zuzutrauen ist ihnen das in jedem Fall. My Winner war im September und Oktober hierzulande bei vier Auftritten nicht zu bezwingen. Anschließend lief er auch bei zwei Ehrenplätzen in Holland und Belgien überzeugend. Zurück in die Erfolgsspur kehrte am 11. November bei Gelsentrab auch Zorba Oldeson, der danach im Prijs der Giganten in Wolvega einen hervorragenden zweiten Platz belegte.
Gute Chancen für Oppoli
Von den günstiger postierten Teilnehmern dürfte wohl nur Eckstein (Ralf Oppoli) in der Lage sein, dem Favoritenduo das Leben schwer zu machen. Der Niton-Sohn dreht im zweiten Band ein. Nicht zuletzt aufgrund seines guten Antritts kann es durchaus passieren, dass er schon rasch den Anschluss zum ersten Band herstellt und lange für eine stramme Pace sorgt.
An der Grundmarke stehen mit Raena (Sven Grützner), dem vor dem Sulky schon lange nicht mehr überzeugenden Sir Bajazzo (Dominki Holtermann) und Lutteur du Lys (Tim Schwarma) lediglich drei Außenseiter.
Bereits im ersten und dritten Rennen sollten Oppolis Starter im Blickpunkt stehen. Zum Auftakt darf es gegen den zweimal in starker Manier erfolgreichen Ain’tshes King unter normalen Umständen kein Verlieren geben.
Bessere Startnummer
Zwei Prüfungen später bietet der Formfahrer aus Recklinghausen mit I will fight for U einen weiteren Favoriten auf. Zuletzt bestimmte der Fünfjährige lange das Geschehen, musste als 14:10-„Brenner“ aber am Ende trotzdem mit dem zweiten Rang zufrieden sein. Diesmal hat der Breeders Crown-Vierte mit der Sechs aber eine deutlich bessere Startnummer.
I will fight for U meldet erste Chancen an, doch dass er „anfällig” ist, hat man zuletzt gesehen. Als Widersacher könnte sich diesmal Let the music play (Henk Grift) entpuppen. Auch der Reado-Sohn hinterließ in der Breeders Crown einen guten Eindruck, kam als Fünfter jedoch klar hinter dem Oppoli-Schützling ein.
Wenn zwei sich streiten, freut sich häufig bekanntlich ein Dritter. Auch eine solche Konstellation ist nicht undenkbar. In Betracht dafür käme Zizou (Andre Bakker). Zwar waren seine letzten, in Holland erzielten Ergebnisse alles andere als berauschend, doch auf dem Rechtskurs ist Zizou ein anderes Pferd. Das hat er auch am Nienhausen Busch schon gezeigt.
Backara im letzten Monat
Aussichtsreiche Fahrten hat mit Thomas Panschow auch ein gebürtiger Gelsenkirchener. Dazu zählt die „Fuhre“ mit Hommage d’Couronne, der im sechsten Rennen den Ton angeben sollte. Auch mit Scoop (2. Rennen) und der speedstarken Backara (10. Rennen), die als Zehnjährige nur noch vier Wochen laufen darf, muss man Panschow auf der Rechnung haben.
Bei passendem Rennverlauf ist Backara sogar ein Sieg über Emblem zuzutrauen. Dessen Steuermann, Thomas Kornau, bietet bereits an vierter Stelle einen interessanter Starter auf. Die Rede ist von Oskar, der als einer von insgesamt fünf in dieser Aufgabe engagierten Zweijährigen auf ebenso viele Dreijährige trifft.
Championats-Ehrung
Bereits vor den ersten Rennen findet die Championats-Ehrung beim MiniTraberTeam statt, das sich schon seit Jahrzehnten der Förderung der Sulky-Talente verschrieben hat.
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