Mit prächtigem Speedwirbel machte Graceland (Foto: Sexauer) bereits in der Breeders Crown auf sich aufmerksam. Reichte es damals „nur“ zum dritten Rang, gab es gegen die von Jörg Schefe gefahrene Vierjährige in 1:16,8 diesmal keine Opposition. Im mit 10.000 Euro dotierten Finallauf der Stutenserie trumpfte die Fast Photo-Tochter aus dem zweiten Band überzeugend gegen Adel Buitenzorg, Ylja Limburgia und Höwings New Love auf.
Vorne bestimmte zunächst Ysvogel das Geschehen. Im Schlussbogen hatte sie jedoch ausgespielt. Stattdessen erschienen Adel Buitenzorg und Ylja Limburgia in vorderer Linie. Erstgenannte zog an der Innenkante durch und hielt Ylja Limburgia in Schach. Gegen Graceland war allerdings auch Adel Buitenzorg machtlos.
Unterwegs kam die spätere Siegerin im Mittelfeld passend weiter. Als sechstes Pferd erreichte Graceland die Endgerade, wo sie dann ihre stärkste Waffe siegbringend einsetzten konnte und in der Distanz den Kopf in Front steckte. „Der Speed ist Gracelands große Stärke“, strahlte Jörg Schefe anschließend und merkte an: „An der letzten Ecke konnte ich sie einsetzen, und dann wurde Graceland enorm schnell.“
Dreimal Roland Hülskath
Obwohl die von Roland Hülskath gesteuerte Gloria Victoria im Stutenlauf „am Turm landete“, war der „Goldhelm“ dennoch erfolgreichster Fahrer. Gleich zum Auftakt stand der früh in Front gezogene Bent über dem Feld. Seinen nächsten Punkt machte Hülskath mit On the road Rex, der im Einlauf souverän gegen den attackierenden Karamtsu durchzog.
Nach einer Hülskath-Glanzfahrt wies der im Endkampf aus dritter Position eingesetzte Nebraska SAS den lange führenden ZZ Top in die Schranken. Lange sah es nach einem vierten Hülskath-Erfolg durch Drako As aus, doch gegen den mit Klaus Horn zum Seriensieger avancierenden Erol Bo war einfach kein Kraut gewachsen.
Auch Michael Schmid, Fahrer von ZZ Top, zog noch in den Winner Circle ein. Der von ihm aufgebotene Michael November musste sich im Finish allerdings mächtig gegen Zatopek Dragon strecken, um seinen Start-Ziel-Sieg unter Dach und Fach zu bringen.
Ralf Oppoli im Schalke-Trikot
Sein Schalke-Trikot unter dem Fahrerdress konnte nach der Fahrt mit Ain’tshes King tatsächlich Ralf Oppoli lüften. Eingangs der Zielgeraden waren zwar Russian Roulette und Hardenberg bereits in leichtem Vorteil, doch in der Distanz kämpfte sich Ain’tshes King wieder zurück. „In der Kurve machte sich Ain’tshes King etwas schief, doch als wir im Einlauf waren, war ich mir sicher, dass wir gewinnen werden“, freute sich Ralf Oppoli über seinen „Schalker-Treffer“.
Uli Nickel im Promifahren
Im Promifahren am „Schalke-hilft!-Renntag“ triumphierte Uli Nickel mit Kim November. Der Busunternehmer, der auch die Schalker Fußballprofis zu ihren Einsätzen bringt, war auch im Sulky der beste Fahrer. Nach couragiertem Rennen finishte Nickel seine Stute auf den letzten 100 Metern in guter Manier an Who Dunnit vorbei, der mit Bernd Trares lange geführt hatte.
Mit 3.200 Euro dotiert war der Entscheidungslauf im Ladytrab-Cup. Nach mehreren anfänglichen Führungswechseln machte Paycheck (Ramon Brinkmann) den Rochaden ein Ende und setzte sich nach 900 Metern in Front durch. Damit hatte der Kantar-Sohn das Schwierigste erledigt und lief auf der Steherstrecke überlegen „nach Hause“.
Im Trabreiten hinterließ Sir Bajazzo mit Silvia Raspe einen starken Eindruck. Selbst aus dem zweiten Band zog das Duo schon im ersten Bogen an die Spitze und legte dort ein tolles Solo hin. Für den Paukenschlag des Nachmittags sorgten Decina und Andor Schute, die zur Siegquote von 330:10 Euro vorne waren.
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