Neben seinen zwei Breeders Crown-Erfolgen zog Roland Hülskath auch nach dem wichtigsten Rahmen-Rennen in den Winner Circle ein. Zuvor hatte er Sir Karan in bestechender Verfassung vorgestellt und mit diesem auch im Win Race Breeders Crown-Cup triumphiert.
Lange hatte unterwegs allerdings Wellington das Geschehen bestimmt. In einer 1:11er-Eröffnung hatte der von Michael Schmid gesteuerte Wallach ausgangs des ersten Bogens das Feld hinter sich gelassen.
Nach einem Kilometer wechselte der auf 13:10 Euro herunter gewettete Russel November an dritter Stelle in die Außenspur. Das war für Sir Karan optimal, denn dieser heftete sich nun aus fünfter Position an die Fersen des General November-Sohnes.
Wellingtons Fluchtversuch
Gegen das stärker eingeschätzte Duo suchte Wellington an der vorletzten Ecke schließlich sein Heil in der Flucht nach vorne und bog mit kleinem Vorsprung auf die Zielgerade. Während Russel November nun nicht mehr weiterkam und an zweiter Stelle passen musste, fasste Sir Karan exzellent an, stellte den bravourös laufenden Wellington auf den letzten 100 Metern zum Kampf und schob sich in der Distanz auch noch sicher an diesem vorbei.
In 1:13,4 zeigte sich Sir Karan (Foto: Sexauer) gerüstet für kommende Frankreich-Auftritte, von denen Besitzerin Ursula Augst die erste bereits für den 7. Dezember ankündigte. Roland Hülskath war begeistert vom Auftritt des Achtjährigen: „Sir Karan lief einfach klasse und hat genau die Form gefunden, die er für Frankreich braucht. Er ist ein phänomenales Pferd und super zu steuern.“
Langeweg nicht zufrieden
Während Wellington auf dem zweiten Platz wahrlich in allen Ehren unterlag, blieb Russel November als Dritter deutlich hinter den Erwartungen. „Ich bin mit seinem Laufen nicht zufrieden“, redete auch Hugo Langeweg nicht um den heißen Brei herum, verriet allerdings auch: „Russel November ging das gesamte Rennen über nur auf einer Leine und war in den Bögen nicht trabsicher.“
Zum Abschluss des zweitägigen Meetings funkelte erneut der „Goldhelm“. Start-Ziel punktete Roland Hülskath mit Love Times, die in der Entlastung der fünf- bis siebenjährigen Stuten meilenweit über dem Rest stand und bei der Rückkehr nach Gelsenkirchen ihre Vorliebe für die Piste am Nienhausen Busch unter Beweis stellte.
Für Roland Hülskath kam der abschließende Treffer alles andere als unerwartet: „Es hätte schon irgendetwas Schlimmes passieren müssen, damit es nicht klappt. Love Times stand in diesem Feld schon heraus.“
Begonnen hatte der Sonntagnachmittag mit einem in 1:15,8 überlegen auftrumpfenden Candles N Caviar. In der Hand von Dion Tesselaar gewann der einstige Seriensieger mit Weile-Vorsprung gegen Backara. Die Zehnjährige war im Finish schnell zur Stelle, als der lange führenden Goetmals Best früh im Einlauf einmal mehr als passiertes Pferd ansprang.
Schwarmas neuer Coup
Für eine Sensation sorgte auch in diesem Jahr wieder Jens-Holger Schwarma. Hatte er 2010 in einer Breeders Crown-Entlastung mit der damals bei 405:10 Euro stehenden Lavinia Gre überraschend den Entlastungslauf der vierjährigen Stuten gewonnen, schaffte er nun mit Farnese in der Entlastung der fünf- bis siebenjährigen Hengste/Wallache einen 415:10-Coup.
Nach dem Motto „wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte“, war Schwarma in der Distanz mit Farnese aus siebter Position zur Stelle.
Lange lieferten sich Salut und Lucky Moor im Einlauf ein spannendes Duell und schienen den Sieg unter sich auszufechten. Auf den letzten 100 Metern lief Farnese weit außen jedoch locker an beiden Streithähnen vorbei.
Jens-Holger Schwarma zeigte sich nach der Partie im Überschwang des Erfolges mehr als selbstbewusst: „Für mich kam der Sieg nicht überraschend. Ich wusste, dass Farnese eine sehr gute Chance haben würde, wenn er die Arbeitsleistungen bestätigt. Und das hat er getan.'
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