In der Breeders Crown kommt es bereits am Samstag zum Aufeinandertreffen zweier Titelträgerinnen. Die von Andor Schute aufgebotene Noxean Com kreuzt die Klingen mit Parisienne Blue, die diesmal von Heinz Wewering gesteuert wird. Insgesamt sind acht fünf- bis siebenjährige Ladys am Start und streiten um fast 60.000 Euro an Preisgeldern.
Während sich Noxean Com bereits im letzten Jahr bei den älteren Stuten bewährt hat, startet ihre Konkurrentin erstmals in dieser Konkurrenz. 2010 setzte sich Parisienne Blue noch bei den Vierjährigen durch. In der laufenden Saison sah es lange so aus, als hätte die nun Fünfjährige die deutlich bessere Form, doch die Generalprobe gab interessante Aufschlüsse.
Parisienne Blue vs. Noxean Com
Gegen starke Hengste und Wallache traten sowohl Noxean Com als auch Parisienne Blue an. Letztere endete als 22:10-Favoritin lediglich auf Platz sechs, Schutes Paradepferd hingegen wurde als 235:10-Außenseiterin respektable Vierte und verpasste nur hauchdünn das dritte Geld.
Allerdings darf nicht übersehen werden, dass es Parisienne Blue in einem 14er-Feld mit der höchsten Nummer alles andere als einfach hatte. So verwundert es nicht, dass Michael Nimczyk, der die Stute beim sechsten Rang steuerte, den Auftritt von Parisienne Blue trotzdem lobt: „Mir hat ihr Laufen sehr gut gefallen. Das letzte Teilstück lag bei 1:11,4, da hat man es von weit hinten naturgemäß zu schwer.“
Schute: „Moral ist gestärkt“
Positiv gestimmt war freilich auch Andor Schute. Unterwegs hielt Noxean Com in zweiter Spur im Mittelfeld mühelos mit. Im Schlussbogen fand sie an die Innenkante, wo sie sich im Finish erst spät entfalten konnte, dann aber prächtig einsetzte. Schute: „Ich bin sehr zufrieden. Für ein Aufbaurennen lief Noxean Com gut. Der Start hat ihre Moral weiter gestärkt.“
Den vorherigen sechsten Platz, als Noxean Com eine Bandzulage kompensieren musste, hatte der 43-Jährige nie überbewertet. „Das war kein Maßstab, da der Start alles andere als optimal abging. Wir hatten uns vorzeitig darauf abgestimmt, Noxean Com über die Rennen auf die Breeders Crown vorzubereiten, und das ist uns gelungen.“
Fast wieder auf Hundert
Obwohl die Sechsjährige im Juni im Hamburger Stuten-Pokal ihren bereits dritten Treffer auf höchster Ebene gelandet hatte, lief 2011 nicht alles optimal. Rechtzeitig zum Saison-Höhepunkt ist Noxean Com aber wieder gut in Schwung gekommen. Schute bestätigt dies: „Beim jüngsten Start war Noxean Com bei 80 Prozent, und zur Breeders Crown müsste sie fast auf Hundert sein.“
Vorbereitet wird die Lets Go-Tochter abwechselnd auf dem Hof von Besitzer Hubert Beckmann in Waltrop sowie auf der Hillerheide in Recklinghausen. „Ich bin optimistisch. Noxean Com kann noch nachlagen“, erklärt Andor Schute und wirft einen Blick auf das Starterfeld. Parisienne Blue sieht er als Hauptgegnerin, Cilantro schätzt er hoch ein; dagegen ist Elaine die große Unbekannte.
„Kataja besitzt auch viel Schnelligkeit, aber sie hat mit der acht eine schlechte Nummer“, analysiert der Trainer, der ob des eigenen Startplatzes zwei anmerkt: „Die Ausgangsposition ist o.k, wenngleich mir eine etwas höhere Nummer noch lieber gewesen wäre.“
Eine besondere Taktik legt er sich im Vorfeld nicht zurecht. „Ich warte ab, wie sich alles entwickelt. Wer vorher rechnet, kann sich leicht verrechnen“, betont er und lässt keinen Zweifel daran, was er Noxean Com zutraut: „Wer gewinnen will, muss erst einmal an uns vorbei.“
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