Am Sonntag (6.) geht die Breeders Crown auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn in die Verlängerung und hat abermals eine grandiose Besetzung gefunden. In insgesamt zehn Rennen messen sich ab 14 Uhr die besten zwei-, drei- und vierjährigen Traber des Landes. Und als ganz besonderes „Schmankerl“ gibt sich im Win Race Breeders Crown-Cup der in Deutschland gezogene internationale Top-Traber Russel November (1.280.913 Euro Gewinnsumme!) die Ehre und trifft in einer grandios besetzten Prüfung auf seinen Weggefährten Sir Karan.
Jahrgang 2007
Im Fokus des Geschehens stehen an diesem ganz gewiss kurzweiligen Nachmittag aber die Teilnehmer in den Hauptläufen der „Züchterkrone“; und hier im Besonderen die jüngeren Pferde, bis hinauf zum Jahrgang 2007.
Bei den Vierjährigen darf man besonders gespannt sein auf Baltimore As, der beim letzten Start im Großen Preis von Deutschland die bislang beste Leistung seiner Karriere gezeigt hat, als er sich gegen internationale Cracks prächtig in Szene setzte und Zweiter wurde. Roland Hülskath wird mit dem Jauß-Traber nach dieser Vorstellung wohl als Favorit ins Rennen gehen.
Leicht wird es allerdings nicht, denn mit Like that Diamant bringt der bayerische Erfolgstrainer Gerhard Biendl einen starken Gegner mit, der mit seiner hohen Grundschnelligkeit sicher ein ernstes Wörtchen mitreden will. Aus Schweden kommt Conrad Lugauer mit Il Lamborghini ins Ruhrgebiet und meldet mit dem Love You-Sohn gleichfalls Chancen an in diesem mit 36.283 Euro dotierten Rennen.
Exakt die gleiche Summe steht über dem Stutenlauf, in dem Ginger Belle als Favoritin an den Ablauf kommen sollte. Nachdem Kornelius Kluth in der letzten Woche mit der Stute in Gelsenkirchen erfolgreich geprobt hatte und sich im Nachhinein höchst zufrieden mit dem Ergebnis zeigte („Ich musste nicht einmal die Watte ziehen und konnte sie am Ende sogar noch etwas schonen.“), sitzt diesmal sein Chef Hannu Voutilainen im Sulky.
Erst vor wenigen Tagen wechselte der Finne aus Norddeutschland an den Niederrhein, wo Voutilainen zusammen mit Wolfgang Nimczyk ein großes Lot an Trabern betreut. Herausgefordert werden die beiden von Kamina und Heinz Wewering, der mit der nicht ganz einfachen Jauß-Stute gut im Rennen steht.
Die Dreijährigen
Bei den Dreijährigen ist das Feld ebenfalls erlesen, nur Derbysiegerin Lobell Countess ist nicht dabei. Dafür startet aber der Derbyzweite Impact As, der mit Michael Schmid das zu schlagende Pferd ist, nachdem er sich zuletzt noch in Schweden in guter Verfassung präsentiert hatte.
Ihm in den Weg stellen sich Cao Dai und Erik Adielson, die nach einem Sieg im Derbyvorlauf im Finale schwächelten, danach aber gleich wieder gewannen, sowie der unermüdliche Halley Jet Star (Heinz Wewering), der als Derbyvierter erneut sein Glück versucht. Jesse Kievitshof (Dion Tesselaar) kam im „Blauen Band“ nur einen Rang dahinter ins Ziel und scheint noch Entwicklungspotenzial zu besitzen. 
Bei den Stuten führt wohl kein Weg vorbei an What a Feeling (Foto: Sexauer) mit Roland Hülskath, die ihre Altersgefährtinnen dominiert hat wie keine zweite. Freilich darf man nicht übersehen, dass sie es mit Miss Love (Christophe Martens) zu tun bekommt, die ihr großes Talent mit einer beeindruckenden Siegesserie unterstrichen hat.
Die Youngster
Bei den Zweijährigen darf sich Gerhard Biendl mit Dream Magic BE die größten Chancen ausrechnen. Dieser hat sich in der laufenden Saison als einer von drei Top-Jahrgangspferden präsentiert und ist stets gut genug gelaufen. Im Gegensatz zu diesem Gespann hat der in Schweden beheimatete Tristan Toro (Veijo Heiskanen) einen guten Startplatz erwischt und könnte sich nach jüngsten Eindrücken als durchaus ebenbürtig erweisen.
Bei den Stuten fällt die Suche nach einem Favoriten schwerer, diese Rolle könnte Libertà zufallen, die mit Roland Hülskath günstig im Rennen steht. Gut zu gefallen wusste beim letzten Start aber auch Simply The Best, die mit Michael Nimczyk antritt.
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