Zum Start ins Breeders Crown-Wochenende stehen am Samstag vor allem die älteren Pferde im Blickpunkt. Allerdings liefern auch schon einige Vertreter der jüngeren Jahrgänge eine Kostproben ihres Könnens ab. Insgesamt gibt es ab 17 Uhr neun glänzend besetzte Rennen, in denen sage und schreibe 170.000 Euro an Prämien ausgelobt sind.
Zwei „Kronen“ werden am Samstag vergeben, wobei das „Königspaar“ unter den fünf- bis siebenjährigen Stuten und Hengsten/Wallachen gesucht wird. Auf der Mittelstrecke geht es jeweils um eine Renndotierung von exakt 58.548 Euro. Die siegreichen Pferde streichen 29.274 Euro ein.
Bagley und Parisienne Blue
Sehr gute Chancen haben einmal mehr die von Heinz Wewering gefahrenen Teilnehmer. Der 29-malige Deutsche Champion gibt zur Breeders Crown mal wieder die Visitenkarte auf der Piste ab, auf der er seit Jahrzehnten große Erfolge feiert. So könnte es auch diesmal wieder sein.
Double Crown hieß zu Beginn der 90er-Jahre eine Stute, die zu Wewerings vielen Erfolgspferden gehörte und mehr als eine Million DM verdiente. Am Samstag ist „Double Crown“ das Motto des amtierenden „Silberhelms“, der auch mit 61 Jahren zu den ganz Großen seines Sports gehört.
Im Hauptlauf der älteren Stuten (5. Rennen) hat „HW“ mit Parisienne Blue ebenso beste Chancen wie im Hauptlauf der Hengste/Wallache (7. Rennen) mit Bagley (Foto: Sexauer). In der Vergangenheit trugen sich beide übrigens schon in die Siegerlisten der Breeders Crown ein. Parisienne Blue triumphierte im Vorjahr bei den vierjährigen Stuten, Bagley siegte 2007 als Zweijähriger.
Fünf Entlastungsläufe
In den Entlastungen der älteren BC-Pferde geht es um jeweils 12.545 Euro. Bei den Stuten meldet Jasmina mit Michael Schmid an vierter Stelle berechtigte Ansprüche an. Bei den Hengsten/Wallachen (6. Rennen) kommen gleich mehrere Kandidaten für den Sieg in Betracht.
Die Liste umfasst den mit Gerhard Mayr aus Österreich anreisenden Arathorn, den von Jos van Koolwijk in Holland vorbereiteten Wyard Beuckenswyk, den bei Heiner Christiansen in Niedersachsen stationierten Belgino sowie die bayerischen Gäste Winning Love (Dr. Marie Lindinger) und Cokaselo (Gerd Biendl). Letzterer ist seit fünf Rennen ungeschlagen, muss gegen deutlich gewinnreichere Rivalen nun jedoch Farbe bekennen.
Drei weitere Entlastungsläufe richten sich an Vertreter der jüngeren Generationen. An zweiter und dritter Stelle streiten Vierjährige um je 9.070 Euro, im achten Rennen treten elf dreijährige Stuten um 6.051 Euro an.
Bei den vierjährigen Stuten dürfte an Almasi (Gerhard Mayr) kein Weg vorbei führen, bei den Hengsten ist ein glattgehender Dschingis Khan (Gerd Biendl) das Maß aller Dinge. Die Entlastung bei den 2008 geborenen Stuten sieht für Kaiserin (Roland Hülskath) machbar aus.
Zwei Rahmenrennen
Eingerahmt wird der Samstag von zwei „normalen“ Rennen, in denen am Nienhausen Busch bewährte Protagonisten am Start sind. In der einleitenden Partie hat Bent einiges gutzumachen. Beim letzten Mal begann er in gestreckten Galopp, musste allerdings auf die Hand von Stammfahrer Roland Hülskath verzichten.
Diesmal sitzt der „Goldhelm“ wieder hinter dem Hengst, dessen schärfster Widersacher wohl Nuclear Kronos (Michael Schmid) sein dürfte. Wetter von Außenseitern sollten sich mit der unsicheren, aber speedstarken You’re the Queen (Michael Nimczyk) befassen.
Abgerundet wird die Veranstaltung durch den „Super-Cup der Amateure“, der als Bänderstart über die Mitteldistanz führt. Sechs Pferde starten an der 2.025-Meter-Marke, drei Teilnehmer haben eine Zulage von 25 Metern. Dazu zählen mit Voxfords (Silvia Raspe) und El Conchita (Jörg Hafer) auch die beiden Favoriten.
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