Gelsentrab feierte seinen 100. Geburtstag und mehrere Tausend Besucher kamen zum Gratulieren. Über 6.000 Zuschauer sorgten bei der „Nacht des Pferdes“ für eine beeindruckende Kulisse.
Die ganze Einlaufgerade hinunter war gesäumt von Menschen. Dicht gedrängt standen sie an der Bande und tauchten hautnah ein in die Mischung aus acht guten Trabrennen und beeindruckenden Show-Vorführungen rund um den Freizeitpartner Pferd.

Beeindruckende Kulisse
Die Friesenquadrille Westfalen imponierte ebenso mit ihrem Auftritt wie der Feuerreiter, die Thunderguys, der Countryboy, die wunderschöne Kasa-Dressage zur „Ode an die Freude“ oder auch die Miniponys. Der Gala-Abend für Gelsentrab wurde zu einem Gala-Abend für die Besucher, die miterlebten, wie jung geblieben der „echte Hunderter“ ist.
Zu den weiteren Highlights gehörte die Verlosung eines VW up! Es war ein wahres Feuerwerk, mit dem das Geburtstagskind sein Jubiläum feierte, und da passte es natürlich ins Bild, dass der große Tag mit einem grandiosen Höhenfeuerwerk endete.

Dave Siegel punktet für US-Amateure
Einem Feuerwerk glichen auch die Rennen. Den Anfang machten Sweet little Heart und Anke Börnig, die den favorisierten Pilgrims Way auf den letzten Metern überraschend entzauberten und im 100-Jahre-Gelsentrab-Rennen auf Platz zwei verwiesen. Dagegen stand Bonaparte (Fred Handelaar) über dem Feld. Gleiches galt zum Abschluss auch für Antonio Starlake und Jörg Hafer.
Für Hafer war es der zweite Punkt bei der „Nacht des Pferdes“. Zuvor hatte er mit Winston C nach tollem Finish eine schon verloren geglaubte Partie gegen Photo Phoenix aus dem Feuer gerissen. Damit eröffnete der Gelsenkirchener das Freundschaftstreffen zwischen Amateurfahrern aus den USA und der Traberallianz West. Im zweiten Lauf sah es länger nach dem nächsten Erfolg von Winston C aus. Dann jedoch zog Tibur vorbei, der freilich für den Sieg seinerseits noch von Photo Phoenix und Dave Siegel abgefangen wurde.
Zweimal Hafer, zweimal Kornau
Bei den Profis machte Thomas Kornau mit dem mehrfach am Rennverlauf gescheiterten Goetz am Start gleich „Nägel mit Köpfen“. Unterwegs ließ er sich auch von einem drückenden Herausforderer nicht beirren, schüttelte seine Verfolger im Schlussbogen endgültig ab und strebte einem mehr als verdienten Treffer entgegen.
Thomas Kornau nutzte seine gute Form, um auch bei seiner zweiten Fahrt des Abends in Jubel ausbrechen zu können. Mit Emblem schaute er sich an dritter Stelle alles in Ruhe an, um nach einer taktischen Glanzleistung auf den letzten 150 Metern seine 100-prozentige Ausbeute perfekt zu machen.
Natürlich darf an einem solchen Abend auch der Champion nicht zurückstehen. So steuerte Roland Hülskath den von Gerd Holtermann trainierten Sniper ST zu einem lockeren Erfolg, mit dem der vierjährige Zerberus-Sohn seine Saisonbilanz auf nun neun Treffer ausbaute.

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