Er kam als großer Vorab-Favorit nach Gelsenkirchen, wurde im Europa-Derby der Vierjährigen von den besten Jahrgangsgefährten Frankreichs herausgefordert – und machte den 400.000-Euro-Klassiker letztendlich zu einer One-Horse-Show. Was Brad de Veluwe an diesem Sonntag auf der bestens präparierten Piste am Nienhausen Busch zelebrierte, war einem „Wunderpferd“ wahrhaft würdig.
Wiedersehen in Hamburg
Brad de Veluwe eroberte den europäischen Jahrgangs-Thron, Brad de Veluwe (Foto: Stark) eroberte Gelsenkirchen, und Brad de Veluwe eroberte die Herzen der Zuschauer. Und Tuomas Korvenoja hatte anschließend für seine deutschen Fans auch noch eine gute Nachricht parat: „Am 14. Oktober komme ich gerne mit ihm nach Hamburg zum Großen Preis von Deutschland.“

400.000-Euro-Klassiker
Gerade 200 Meter benötigte Tuomas Korvenoja, um seinen „Finn-Jet“ an die Spitze zu beordern. Dann lief für ihn alles nach Maß, wobei die Klasse und die Stärke von Brad de Veluwe es gar nicht zuließen, dass ein Gegner auch nur ernsthaft in seine Nähe kam. Unique Quick, Frankreichs Nummer eins unter den Vierjährigen, rückte zwar schon auf der ersten Überseite außen auf, doch an den in 1:13,8 überlegenen Piloten reichte auch er nie heran.
Ausgangs des Schlussbogens verlor Fahrer Franck Leblanc zudem die Kontrolle über seinen Schützling, nahm diesen zunächst auf und konnte dann nicht verhindern, dass Unique Quick auch um einige Spuren nach außen tendierte und den an vierter Stelle in seinem Rücken trabenden Oropuro Bar störte.
Up and Quick endet brillant
Noch schlimmer wurde der von Heinz Wewering gesteuerte Up and Quick in Mitleidenschaft gezogen, der sich an siebter Position nun plötzlich fast an der äußeren Bahnbegrenzung wiederfand. Was Up and Quick und der 29-fache deutsche Champion auf den letzten 300 Metern dann zeigten, war aller Ehren wert.
Mit fulminantem Speed machte Up and Quick immens viel Boden gut und fing in der Distanz für den dritten Platz noch Univers de Pan sicher ab. Ohne den Schlenker an der letzten Ecke wäre vielleicht sogar der Ehrenplatz möglich gewesen.
Das freilich soll keineswegs die starke Leistung schmälern, mit der Mermaid As im Einlauf aus dritter Position sogar zu einer optisch gut aussehenden Attacke auf Brad de Veluwe angesetzt und sich spätestens damit das zweite Geld, sprich 100.000 Euro, verdient hatte.
'Alles im Griff'
„Es ging alles sehr leicht“, bilanzierte Tuomas Korvenoja bei der Siegerehrung und schilderte das Geschehen aus seiner Sicht: „Ich hatte die Pace stets unter Kontrolle und war mir sicher, dass ich das beste Pferd haben würde. So schwer war es letztlich dann nicht. Ich freue mich, dass es auf diesem Kurs geklappt hat, denn Gelsenkirchen gehört zu meinen Lieblingsbahnen. Hier habe ich viele Rennen gewonnen, und Brad de Veluwe hat sich hier auch rundum wohl gefühlt.“
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