Dream Magic BE startet im Rolf-Dautzenberg-Memorial (St.Leger), Georgina Corner tritt bei den Stuten an
Besser geht’s kaum: Beide Derbysieger sind am Sonntag bei Gelsentrab am Start und stellen sich in Haupt- und Stutenlauf zum St. Leger über 2600 Meter der Konkurrenz. Dabei hat Dream Magic BE eine ganz besondere Mission. Zwar ist er der legitime Sieger im diesjährigen Blauen Band, profitierte aber ohne Zweifel von der Disqualifikation des im Einlauf schon enteilten Chapeau, dem sein galoppierender Stallgefährte Indigious einen Vorteil verschafft hatte.
Zwar sind die beiden Rivalen in Gelsenkirchen nicht am Start, Josef Franzl wird dennoch heiß darauf sein, einmal mehr die große Klasse seines Derbysiegers unter Beweis zu stellen. Freilich verpatzte das Erfolgsgespann die Generalprobe gewaltig, als man in München gegen ältere Pferde trotz Ultrafavoritenstatus von der Spitze aus nicht gewinnen konnte.
Dieses Rennen wird sich ganz gewiss auch Arnold Mollema ganz genau angeschaut haben, der gleich Eisen im Feuer hat.Seine stärkste Waffe ist der in Gelsenkirchen noch ungeschlagene Quarter Session, der als in Schweden gezogener Hengst im Derby nicht dabei sein konnte. Quarter Session gewann am Nienhausen Busch bereits fünf Rennen und das jeweils in überragender Manier.
Arnold Mollemas Augen fangen regelmäßig zu funkeln an, wenn man ihn auf dieses Pferd anspricht. Gute Chancen hat auch Lindo Eden, den der Niederländer Ulf Ohlsson anvertraut. Der dreijährige Sohn von Unforgettable wird von Start zu Start immer besser, wusste noch am letzten Gelsenkirchener Renntag mit grandiosem Speed sehr für sich einzunehmen. „Er hat den Speed seines Vaters“, berichtet Mollema über den Hengst.
Alle Berechnungen durchkreuzen kann Tamburini, mit dem Robin Bakker zuletzt noch in Hamburg einen Trial über die Steherdistanz gewinnen konnte. Tamburini hielt sich in seinem Derbyvorlauf prächtig zu Chapeau, scheiterte im Finale aber an einem Fehler. Nicht wenige Experten sagen ihm eine ganz große Zukunft voraus. Ob das auch für Comeonhill gilt, bleibt abzuwarten.
Er war lange der Derbyfavorit Nummer ein, scheiterte aber immer wieder an seiner Unreife. Inzwischen hat er das Quartier gewechselt und startet einen neuen Versuch. Ebenfalls nicht ohne Chancen sind Tristan Toro (Veijo Heiskanen), der Derby-Trostlaufsieger CC Rider (Heinz Wewering) und der im Derbyendlauf gesprungene Global Challenger (Michael Schmid).
Die Stuten
Bei den Stuten führt kein Weg vorbei an der überragenden Stutenderby-Siegerin Georgina Corner (Foto: Sexauer) und ihrem Fahrer Thorsten Tietz. Wie dieses Gespann die Gegner im Einlauf einfach stehen ließ, war ungemein beeindruckend und sollte der Konkurrenz eine Warnung sein. Arnold Mollema wird sich darum nicht scheren, hat er mit Proud Wood doch eine Dreijährige von internationalem Format am Start, die über einen eindrucksvollen Rekord von 1:12,0 verfügt.
Die nächste Herausforderin heißt Iniesta. Die Stute hat spätestens in ihrem Derbyvorlauf gezeigt, was sie kann, sprang dann aber leider im Finale. Inzwischen hat sie das Quartier gewechselt, wird am Sonntag von Gerd Biendl gefahren. Alle anderen Rivalinnen sollte Georgina Corner nach Lage der Dinge mühelos halten können.
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