Sie gelten mittlerweile als „Traumpaar“ bei Gelsentrab. Die Rede ist von Admiral As, dem inzwischen elfjährigen Traber-Crack, und Sina Baruffolo, seiner 21-jährigen Fahrerin (Foto: Sexauer). Beide gingen an diesem Donnerstag zum dritten Mal in der laufenden Saison gemeinsam in einem Amateurfahren an den Start und zogen zum dritten Mal in den Winner Circle ein.
Wie bei ihren vorherigen beiden Auftritten kam das Duo einmal mehr in einer Bänderstart-Aufgabe an den Ablauf. Schon eingangs der Schlussrunde war Admiral As trotz einer Zulage von 25 Metern vorne, und drehte dann endgültig auf. „Wenn er einmal in Front ist, geht die Post ab“, strahlte Sina Baruffolo.
Die Studentin aus Essen machte im Sulky des Hengstes auch diesmal wieder alles richtig, gab sich aber bescheiden: „Admiral As ist ein ganz tolles, liebes und unkompliziertes Pferd. Er kommt mit dem Bänderstart gut klar und setzt sich immer bestens ein. Es ist sehr schön, ein solches Pferd fahren zu dürfen.“
Bei Lady Perfect platzt der Knoten
Überglücklich war noch eine andere Dame. Anna Koenen durfte sich nach zahlreichen von Pech begleiteten Versuchen über den ersten vollen Erfolg ihrer Lady Perfect freuen. Beim 22. Start platzte bei der Schimmelstute der Knoten. Nachdem über den Winter zumeist Heinz Kuhsträter die Stute gefahren hatte, hielt diesmal Didier Kokkes die Fahrleine in Händen.
„Lady Perfect wurden bei einer Operation im Januar zwei Chips aus dem Gelenk entfernt. Seitdem stand sie auf dem Heyberg in Kevelaer, wo sie in der Natur neue Kräfte getankt hat“, verriet Anna Koenen und merkte an: „Weil sich die Stute so wohl gefühlt hat, haben wir sie dort von Didier Kokkes vorbereiten lassen.“
Lady Perfect ist erst seit acht Wochen wieder im Training. „Nun wollten wir es einfach mal wieder im Rennen versuchen, hatten aber auch endlich Fortune“, so die Besitzerin, und der in Gelsenkirchen als Trainer tätige Heinz Kuhsträter ergänzte: „Das war genau das Glück, das ihr zuvor häufig gefehlt hatte.“
Jackpot in der Dreierwette
Freude kam übrigens auch bei den Anhängern von Lady Perfect auf. Die Siequote betrug 269:10 Euro, die Dreierwette mit Rio Chico und Finte auf den Plätzen wurde dagegen nicht getroffen. Dadurch kommt es bei Gelsentrab demnächst zu einem Jackpot in Höhe von 2.922,58 Euro.
Ein Wiedersehen gab es an diesem lauschigen Sommerabend mit Bigboy Limburgia. Hatte der Star von Rob van Toor am 1. Mai in äußeren Spuren imponiert, wartete er diesmal in der entscheidenden Phase aus siebter Position mit ebenso wuchtigem wie durchschlagendem Speed auf.
Bigboy und More Caviar beeindrucken
Einen brillanten Auftritt legte ferner der hoch talentierte More Caviar hin. Der Dritte aus dem Adbell Toddington-Rennen wurde von Arnold Mollema nach einer Runde an vierter Position eingesetzt und lief bereits zu Beginn der Endgeraden über die Pilotin hinweg. Nach 2.000 Metern blieben die Uhren für den Dreijährigen, der klar auf Derby-Kurs segelt, bei strammen 1:14,9 stehen.
Eine tolle Vorstellung sah man darüber hinaus von Crowley. Das Paradepferd aus dem Trainingsquartier von Roland Hülskath schaffte beim sechsten Engagement seinen fünften Sieg. Musste er sich zuletzt erstmals mit dem Ehrenplatz bescheiden, war Crowley diesmal auch durch die „Todesspur“ nicht aufzuhalten.
Doppelerfolg von Heinrich Gentz
Abgerundet wurde die Veranstaltung von Heinrich Gentz. Mit Grace Kelly hatte er auf der Meile den Abend gegen die Profis eröffnet, zum Ausklang war der Amateur in einem Hobbyfahren mit Guiseppe Traina überlegen.
(Ralf Rudzynski für GelsentrabPR)
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