Der dreijährige Qualifikations-Rekordler peilt das Derby an - Zehn Rennen am 9. Mai ab 13.30 Uhr bei Gelsentrab
Es lohnt sich, schon vor den eigentlichen Rennen bei Gelsentrab zu sein. So war es am 21. April, und so ist es auch am 9. Mai wieder, wenn am Vatertag ab 13.30 Uhr zehn gut besetzte Prüfungen entschieden werden. Die ersten 200 Zuschauer, die am Feiertag auf die Trabrennbahn am Nienhausen Busch kommen, erhalten ein Freibier. Doch damit noch lange nicht genug. So können die Besucher nicht nur in einer Pferdekutsche das weite Areal erkunden, sondern während der Rennen in einem echten Doppeldecker-Bus einen wahren Logenplatz einnehmen.
Und das sollte sich vor allem im siebten Rennen lohnen, denn dann erfolgt das seit dem 21. April mit Spannung erwartete Renndebüt von Tiger Woods As (Foto: Sexauer). Denn an jenem Tag legte der Dreijährige über 2.000 Meter vor den offiziellen Rennen eine Qualifikation hin, wie es sie in Deutschland auf der Mittelstrecke zuvor noch nie gegeben hat.
In 1:15,0 flog der Hengst förmlich um die Bahn, legte die letzten 500 Meter weit vor der Konkurrenz in brillanten 1:11,0 zurück und hat ungeachtet der sensationellen Vorstellung noch nicht einmal seine Karten aufgedeckt. In der Hand von Robin Bakker tritt Tiger Woods As als turmhoher Favorit an.
Thomaskamp fliegt aus Zürich ein
Der Quick Wood-Sohn gehört der Besitzergemeinschaft von Roman Thomaskamp und der Gerrits Recycling Group. Eigens für den Start seines Cracks fliegt der in Zürich als Friseur tätige Thomaskamp bereits am Abend zuvor ein. „Wenn man ein solches Pferd hat, dann will man jeden Start live erleben“, sagt der stolze Besitzer, der mit einem Schmunzeln anmerkt: „Zum Glück ist der 9. Mai auch in der Schweiz ein Feiertag.“
Zumindest etwas feiern, nämlich einen Sieg, möchte Roman Thomaskamp am Donnerstag auch am Nienhausen Busch. Der 37-Jährige schwärmt: „Die Manier der Qualifikation war beeindruckend. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Was zählt, sind jetzt aber die Siege in den Rennen.“
Bei einer Flasche Rotwein
Auf der Derby-Auktion in Berlin haben die beiden Besitzer einst zugeschlagen und Tiger Woods As ersteigert. „Wir saßen gemütlich bei einer Flasche Rotwein zusammen, und dann haben wir beschlossen, dieses Pferd und noch zwei weitere zu kaufen“, verrät Roman Thomaskamp, der mit einem solchen Überflieger natürlich längst schon wieder in die Hauptstadt blickt.
Dort steht am ersten August-Sonntag das diesjährige Derby auf dem Programm, und genau das ist das Ziel des Hengstes, der von Paul Hagoort trainiert wird. „Wir wollen nach Berlin“, stellt Thomaskamp klar und drückt vor allem die Daumen, dass nichts Unvorhergesehenes passiert: „Die Voraussetzungen sind gegeben, aber natürlich muss Tiger Woods As gesund bleiben.“
Attrape Moi diesmal mit Rennglück?
Selbstverständlich wartet die Donnerstag-Veranstaltung am Vatertag mit weiteren Höhepunkten auf. An zweiter Stelle treten acht Cracks an, die allesamt viel Potenzial besitzen, deren aktuelle Formen aber zu wünschen übrig lassen. Dazu gehört der von Cees Kamminga gefahrene Attrape Moi, der zuletzt zweimal nur als Fünfter einkam.
Allerdings hatte er stets den Rennverlauf gegen sich. Läuft es diesmal besser für den Gelsenkirchener Bahnspezialisten, kann er mit Gegnern wie Miss Love (Robin Bakker), Zizou AM (Stefan Schoonhoven), Avalon Transs R (Rob de Vlieger) und Lincolns Crown (Sven Grützner) durchaus fertig werden.
Admiral As und Sina Baruffolo
Zwei Rennen werden aus den Bändern gestartet. An achter Stelle gehen sechs Großverdiener in einem Amateurfahren auf die Steherstrecke. Favorisiert sind Admiral As und Sina Baruffolo, die trotz Zulage ihren Erfolg vom 21. April wiederholen möchten, als sie noch zum Kurs von 129:10 Euro für eine Überraschung gesorgt hatten.
Den anderen Bänderstart gibt es zum Abschluss des Nachmittags, wenn die Sattelspezialisten zu ihrem Recht kommt. Obwohl auch Giggi (Cathrin Nimczyk) aus dem zweiten Band muss, sollte sich die Stute ihren fünften Erfolg in Serie kaum entgehen lassen.
(Ralf Rudzynski für GelsentrabPR)
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