Top of the Rocks sorgte mit Gerd Biendl für eine große Überraschung im Bild-Pokal. Tanja Schäfer (v.l.), General Manager BILD NRW, Dr. Christoph Herrmann, Geschäftsführer RSM Rennsport Management GmbH, Rennbahnmanager Markus Seidl und Siegfahrer Gerd Biendl bei der Übergabe des Bild-Pokals. Fotos: Sexauer Easy Lover gewann den Dreijährigen-Vergleich.
Gerd Biendl überrascht mit dem 152:10-Außenseiter die favorisierten Strong Boy und Partout Simoni – Joey Heindle gewinnt erneut das Promifahren
Mit einer faustdicken Überraschung endete der mit 30.000 Euro dotierte Bild-Pokal 2013. In der Hand von Gerd Biendl düpierte der 152:10-Außenseiter Top of the Rocks die favorisierten Strong Boy und Partout Simoni und stürmte nach 1.609 Metern in der bestechenden Kilometerdurchschnittszeit von 1:11,7 den Gipfel.
Auf der Startgeraden hatte noch Unforgettable vehement auf die Führung bestanden. Gerd Biendl nahm seinen Crack an die zweite Stelle zurück und ließ den Mollema-Schützling an der Spitze gewaltig Tempo bolzen. In seinem Fahrwasser konnte sich Top of the Rocks ziehen lassen, während Strong Boy durch die Außenspur musste, und Partout Simoni hinter diesem im zweiten Paar agierte.
Eingangs der Endgeraden fand Top of the Rocks auf freie Bahn, attackierte den Pacemaker und hatte dessen Widerstand 200 Meter vor der Linie gebrochen. Unforgettable kämpfte noch lange gut mit, doch in der Distanz kamen auch die anderen Räuber.
Strong Boy in der „Todesspur“
Strong Boy wurde im Einlauf immer stärker, reichte an den Triumphator jedoch nicht entscheidend heran. Partout Simoni zeigte ebenfalls guten Speed, konnte aber nur noch das dritte Geld einstreichen. Pech hatte Roc de Montfort, der an der letzten Ecke zwar bis hinter Unforgettable durchstoßen konnte, in der Distanz aber rettungslos festsaß.
Gute Vorbereitung ist alles
Akribisch hatte sich Gerd Biendl auf den Start im Bild-Pokal vorbereitet. Das zahlte sich aus und so hatte er im Winner Circle vor riesiger Kulisse gut lachen. „Die Gegner waren stark, aber ich wollte mir die Siegerehrung nicht entgehen lassen“, sagte er mit einem Augenzwinkern, um dann das Finish aus seiner Sicht zu analysieren: „Die Gerade in Gelsenkirchen ist sehr lang, aber 100 Meter vor dem Ziel habe ich gewusst, dass es klappt.“
Für Biendl war es bereits der zweite Treffer während dieser Großveranstaltung. Bei seinem ersten Sieg sorgte er sogar für eine noch größere Überraschung, als er mit Let the music play zum Totokurs von 225:10 Euro auftrumpfte. Mit Bullseye, Offenbach Bigi und Conan Boko auf den weiteren Plätzen kletterte die Viererwette auf satte 119.110:10 Euro.
Gerd Biendl landet drei Treffer
Der in bestechender Form agierende Gerd Biendl holte sich sogar noch eine dritte Prüfung. Mit Cosmic Love setzte er sich auch noch um 10.000 Euro im Radio Emscher Lippe-Cup durch, den sich die Stute aus dem ersten Band nicht entgehen ließ.
Aida Boko gewinnt die Entlastung
Einen Favoritenerfolg gab es dagegen in der Entlastung zum Bild-Pokal. So sehr sich der sofort in Front gestrebte Hollys Boy auch daran versuchte, der bei 14:10 Euro stehenden Aida Boko (Hugo Langeweg) die Stirn zu bieten, musste sich der bravourös kämpfende Zwölfjährige auf den letzten 150 Metern doch noch geschlagen geben. Auch für Langeweg war es der zweite volle Erfolg, nachdem er vorher schon mit Concordetranss R für 17:10 Euro gewonnen hatte.
Easy Lover im Adbell Toddington-Trial
Im Blickpunkt standen auch die Dreijährigen, die im Trial I zum Adbell Toddington-Rennen um 7.000 Euro stritten. Lange sah es so aus, als würde More Caviar nach Hause kommen, in der Distanz war er gegen den aus seinem Rücken angreifenden und in 1:16,5 zum Zuge kommenden Easy Lover (Michael Nimczyk) letztlich aber doch machtlos.
Im Stutenlauf des Trials glänzte Wim Paal bei seiner einzigen Fahrt des Tages mit einer taktischen Glanzfahrt. Vom Fleck weg beorderte er Fürstin Melba nach vorne, wo er auf dem ersten Kilometer in 22er-Tempo bummeln konnte. Anschließend wurde es naturgemäß hastiger. So gut Honeybee im Einlauf auch mithielt, die auf den letzten 500 Metern 1:12,0 trabende Fürstin Melba konnte sie nicht in die Knie zwingen.
Joey Heindle im Promirennen
In einem Promifahren stellte Joey Heindle einmal mehr sein Talent für den Sulkysport unter Beweis. Mit Jamaica Diamant legte er eine schneidige Fahrt hin und finishte die von Dietmar Spickermann trainierte Stute sicher gegen Christian Nienhaus und Moritz Beckers-Schwarz nach Hause. Für Dschungelkönig Heindle war es übrigens bereits der zweite Coup bei Gelsentrab.
(Ralf Rudzynski für GelsentrabPR)
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