Der BILD-Pokal am 1. Mai in Gelsenkirchen ist ein Klasse-Rennen mit Top-Pferden aus vielen unterschiedlichen Ländern geworden. Christian Warnke sprach im Vorfeld des Rennens mit Kurt Pritsch, der gemeinsam mit Hans-Uwe Ehlers, Besitzer des Mitfavoriten Partout Simoni ist. Race News, das Rennsport- und Wettmagazin des deutschen Trabrennsports, stellte uns dieses Interview zur Verfügung.
Race News: Hallo, Herr Pritsch, was ist das für ein Gefühl, seinen Crack endlich in Deutschland laufen zu sehen?
Pritsch: Ein tolles Gefühl, bisher mussten wir immer nach Frankreich reisen, um ihn live zu sehen, aber wir freuen uns darauf, Partout Simoni endlich auch mal dem deutschen Publikum präsentieren zu können.
Race News: Wie ist die aktuelle Verfassung des Hengstes?
Pritsch: Da kann ich nur Trainer Sébastien Guarato zitieren, der mir Anfang der Woche gesagt hat, die Form des Pferdes sei „extra“, eine Einschätzung, die er bisher nicht sehr häufig abgegeben hat. Er komme nach Gelsenkirchen, um zu gewinnen. Prinzipiell sehe ich das genauso, aber wir wollen uns hier nicht als überheblich präsentieren, es sind schließlich einige gute Pferde am Start.
Race News: Ist der Startplatz „1“ aus Ihrer Sicht von Vorteil oder eher ein Handicap?
Pritsch: Angesichts der Besonderheiten in Gelsenkirchen bin ich nicht übermäßig glücklich damit, er zwingt den Fahrer eines chancenreichen Pferdes, früh Entscheidungen zu treffen, die er vielleicht lieber zu einem späteren Zeitpunkt treffen würde. Partout Simoni ist aber ein antrittsstarkes Pferd, und Dominik Locqueneux hat mit mal gesagt, er müsse am Anfang immer gleich losfahren, sonst würde der Hengst unterwegs ein bisschen schläfrig. Wenn man aber gleich am Anfang seine Aufmerksamkeit wecke, sei das gut für den weiteren Verlauf des Rennens.
Race News: Mit welcher Perspektive geht es weiter für Partout Simoni?
Pritsch: Wir haben das Gelsenkirchener Rennen mit Bedacht als ersten Test auf der Meile gewählt. Läuft er so, wie wir es uns vorstellen und erhoffen, gehen wir in das Vorlaufrennen am 12. Mai in Oslo, den Radio Metro-Cup. Und sollte er da erfolgreich sein, hoffen wir, auch beim Elitloppet-Festival 14 Tage später eine Rolle zu spielen.
Race News: Dann hoffen wir, dass Ihre Pläne sich erfüllen und bedanken uns für dieses Gespräch.
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