Wenn Hugo Langeweg auf Reisen geht, dann hat er meistens Sieger im Gepäck. Genau das traf auch bei seinem aktuellen Gelsentrab-Gastspiel wieder zu, bei dem der holländische Champion zwei übermächtige Pferde „auspackte“.
Den Anfang machte er erwartungsgemäß in der Anfängerklasse mit dem vierjährigen Global One, der vom Start bis ins Ziel über seinen Konkurrenten stand und als 14:10-Favorit am Toto „brannte“.
Für einen Langeweg-Crack schon fast horrende 60:10 Euro gab es hingegen in der besten Klasse. In einer bestechend besetzten Aufgabe kamen freilich gleich reihenweise Cracks für den Sieg in Frage. Am Ende ging er an Aida Boko, die für den zweiten Langeweg-Punkt sorgte.
Dabei trotzte die Stute sogar der „Todesspur“. Aida Boko (Foto: Sexauer) war glänzend disponiert, arbeitete sich ab der Tribünengeraden kontinuierlich voran und ging bereits kurz nach Erreichen der Zielgeraden am besten. Obwohl die letzte Halbe in 10er-Tempo absolviert wurde, wies dahinter Icare de Bois mit prächtigem Speed den letztjährigen „Bild-Pokal“-Gewinner Yesterday auf den letzten Metern noch in die Schranken.
Admiral As aus dem ersten Band
Durch eine Glanzfahrt sorgte Sina Baruffolo mit Admiral As im aus zwei Bändern abgelassenen Horst Welsing-Geburtstagsrennen für eine Überraschung. Von der Grundmarke eindrehend, beorderte die junge Amateurfahrerin den Abano As-Bruder eingangs des ersten Bogens an die Spitze. Dort steigerte Admiral As die Pace immens und nahm der Konkurrenz mit einer dritten Durchgangszeit von 1:11,9 endgültig jeden Wind aus den Segeln.
Damit setzte sich der 129:10-Außenseiter weit ab und gab sich auch weiterhin nicht die geringste Blöße. Während der favorisierte Zidane Boshoeve aus dem zweiten Band auf dem zweiten Kilometer nicht entscheidend voran kam, überzeugte die ihrerseits ohne Zulage in die Partie gegangene Sentimentale und holte sich beim Jahreseinstand den Ehrenplatz.
Die Hobbyfahrer kamen noch ein zweites Mal auf ihre Kosten. Auf der Steherstrecke war am Ende Bokito Starlake mit Cees Kramer am stärksten.
Panschow-Doppel zum Einstieg
Begonnen hatte die Veranstaltung mit einem Doppelschlag von Thomas Panschow. Zunächst steuerte der Berufsfahrer auf der Meile aus zweiter Position den zuletzt schon in Berlin erfolgreichen Scoop aus dem Fahrwasser des Führenden in der Distanz nach vorne. Dabei verbesserte der Wallach seinen Rekord auf 1:14,9.
Direkt danach punktete Panschow mit dem von Willi Rode trainierten Ivalo. Beim Debüt zeigte der Dreijährige auf den letzten 350 Metern einen prächtigen Schlussakkord und fing den scheinbar enteilten Velten Hallof Fame und Jan Wagenaar jun. im Sulky noch ab.
Adel Buitenzorg ist „fällig“
Wagenaar kam auch in der darauf folgenden Stutenprüfung mit Daisy Charisma auf dem Ehrenplatz ein. Auf den letzten Metern war mit der innen durchstoßenden Ruby Tuesday (Robin Bakker) ein weiteres Pferd aus dem aktuellen Derby-Jahrgang zur Stelle.
Nach einigen unglücklichen Auftritten landete Adel Buitenzorg einen überfälligen Treffer. An der Fahrleine der Stute musste Roland Hülskath allerdings lange schwitzen, denn hinter dem führenden Flying Matador wollte sich im Finish zunächst keine Lücke auftun. 100 Meter vor dem Ende kam Adel Buitenzorg dann aber doch noch frei und münzte ihre Reserven nun mühelos um.
Postanschrift:
GelsenTrabPark e.V.
Nienhausenstraße 42
45883 Gelsenkirchen
Tel.: +49 209 40 92 - 0
FAX: +49 209 40 92 - 199
e-mail: