Wim Paal feiert nach langer Abstinenz sein Comeback in Gelsenkirchen – Turnierreiterinnen zu Gast – Bullseye probt für den Bild-Renntag
Unter dem Patronat der Papier Union steht der nächste Renntag auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, der am Donnerstag ab 18.30 Uhr mit einem abwechslungsreichen Programm aufwarten kann. Neun voll besetzte Felder stehen auf der Tageskarte, die streckenweise so stark besetzt sind, das klare Favoriten kaum auszumachen sind.
So auch im Preis der Papier Union, der an sechster Stelle entschieden wird. Sehr gute Aussichten auf eine Zieldurchfahrt in vorderer Linie hat hier freilich RC Gallent Image, in dessen Sulky mit Wim Paal der Weltenbummler des deutschen Trabrennsports sitzt.
Der zweifache Derbysieger feiert in Gelsenkirchen nach langer Abstinenz sein Comeback im Sulky. Bereits seit einigen Wochen arbeitet Paal wieder verstärkt mit Gerhard Holtermann zusammen und hat für den Trainer in Hamburg auch schon gewonnen. Bereits in den 80er-Jahren bildeten die beiden ein erfolgreiches Team.
Zu tun bekommt es RC Gallent Image unter anderem mit der formstarken Abegail Dragon (Niels Jongejans) und mit dem bärenstarken Paycheck (Thomas Panschow), aber auch Photo Phoenix mit Champion Roland Hülskath und Ysvogel (Michael Nimczyk) dürfen sich einiges ausrechnen. 
Proben für den Bild-Renntag
An zweiter Stelle des Programms geht es aus gleich drei Bändern an den Start. Obwohl er mit der Höchstzulage von 50 Metern ins Rennen geht, spricht hier einiges für Bullseye (Foto: Sexauer). Mit Roland Hülskath probt der Fünfjährige in diesem Rennen für einen Start am 1. Mai, wo er im Rahmen des Bildpokals antreten will.
Doch bereits am Donnerstag ist die Konkurrenz groß. Der Bandgefährte Secret Boy (Robin Bot) etwa wusste beim letzten Start in Gelsenkirchen zu überzeugen, und auch die 25 Meter vor ihm stehende Beryl Boko (Silvia Raspe) ist fein in Schwung. Vielleicht schlägt aber auch ein Pferd von der Grundmarke als Erstes an, etwa Adel Buitenzorg (Jos Oorthuijsen).
Im Stall Drees läuft's wieder rund
Richtig gut läuft es derzeit für Trainer Eckhard Drees, der am Donnerstag mit Danyel Gerard (Rita Drees) ein ganz heißes Eisen im Rennen mit Viererwette im Feuer hat. „Dass Danyel Gerard beim letzten Mal so gut abgeschnitten hat, hat mich nicht wirklich überrascht. Im letzten Jahr hatten meine Pferde große gesundheitliche Probleme. Sie waren zwar fidel und munter, liefen aber nach 1.500 Metern regelmäßig gegen eine imaginäre Wand. Diese Probleme sind nun überwunden, wie man derzeit nicht nur bei Danyel Gerard sehen kann. Ich rechne mir demnach eine Menge aus“, erklärt Eckhard Drees. 
Wenn Rita Drees mit Danyel Gerard (Foto: Sexauer) gewinnen will, muss sie in erster Linie den deutschen Champion der Amateure hinter sich lassen. Jörg Hafer sitzt im Sulky von Antonio Starlake, der in Gelsenkirchen in einer ähnlichen Aufgabe schon einmal punkten konnte. Mit in alle Berechnungen gehört freilich auch der zuletzt mehrfach fehlerhafte Breaking News (Andrea Dworatzyk), der vom Laufvermögen aber gut genug für diese Gegner ist.
Turnierreiterinnen unter sich
An vierter Stelle der Tageskarte messen acht Dressur- und Springreiterinnen in einem Gästereiten ihre Kräfte. Mit dabei ist auch Kerstin Stegemann, die nicht nur im Sattel eine gute Figur macht, sondern auch lange Jahre die Damen-Fußball-Nationalmannschaft bereicherte. Doch auch wenn sie gerade erst ein Turnier in Neuenkirchen gewinnen konnte, gehört sie bei den Trabern im Sattel von Queiros de Nancras nicht automatisch zu den Favoriten.
Freilich hat das ihr zugeteilte Pferd die mit Abstand besten Formen im Feld. Grit Schulze-Wierling, die am Nienhausen Busch schon 2011 ein Rennen gewann und im Jahr darauf auch in Dinslaken erfolgreich war, darf sich ebenfalls einiges ausrechnen. Sie reitet mit Atlantic Star allerdings ein formschwächeres Pferd. Dieses Rennen wird an neunter Stelle noch einmal wiederholt, dann sitzen Amateurreiterinnen im Sattel.
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