Acht Prüfungen stehen an diesem Freitag (15.) am Nienhausen Busch auf dem Programm. Rund um den stark besetzten PMU-Renntag hat sich GelsentrabPR natürlich wieder in den Stallungen umgehört und von den Aktiven acht interessante Antworten erhalten. Gerd Holtermann traut Eskimo Joe im vierten Rennen einen guten Auftritt zu. (Foto: Rudzynski)
1. Rennen, Michael Schmid: Muss man Beau Juwel auch aus der zweiten Reihe auf der Rechnung haben?
Sollte man, denn schon beim letzten Mal musste er mit diesem Handicap klar kommen und hat das seht gut gemacht. Beau Juwel ist ein wenig phlegmatisch und hat auch diesmal mit der Zwölf eine unglückliche Nummer, aber er hat Kapazitäten. Je länger das Rennen dauert, desto stärker wird er. Insofern sollte ihm der Einlauf in Gelsenkirchen entgegen kommen.
2. Rennen, Michelle Kokkes: At Full Speed ging beim letzten Start in der Endphase regelrecht unter. Wird sie dieses Laufen im Trabreiten umgehend korrigieren?
Davon bin ich fest überzeugt. At Full Speed ist ein sehr charakterstarkes Pferd. Sie war insgesamt fünf Mal hintereinander im Rhythmus von nur einer Woche gestartet. Beim letzten Mal wollte sie einfach nicht mehr. Schon am Start war sie nicht wie sonst. Sie hat sich einfach selbst eine Pause genommen. Danach haben wir sie natürlich weiter gearbeitet, aber es hat ihr sehr gut getan, dass sie vier Wochen kein Rennen bestritten hat. Darum rechne ich damit, dass sie sich wieder von ihrer besten Seite zeigt. At Full Speed trifft auf starke Gegner, aber nur einem Pferd traue ich zu, sie eventuell stoppen zu können, und das ist die ebenfalls aus dem ersten Band startende Beryl Boko.
3. Rennen, Henk Hammink: 2012 hat Avinka Dragon viele starke Leistungen gezeigt. In dieser Saison lief es noch nicht wieder rund. Kann sich das am Freitag ändern?
Wenn sie eine Lage im Rücken eines Konkurrenten bekommt, kann sie sicherlich etwas besser abschneiden. Bei den letzten zwei Auftritten hatte sie sehr unglückliche Rennverläufe. An sich muss ich aber auch sagen, dass Avinka Dragon kein Winterpferd ist. Sie geht im Sommer viel stärker, und das wird auch in diesem Jahr wieder der Fall sein.
4. Rennen, Gerd Holtermann: Wird Eskimo Joe nach zwei Disqualifikationen beim nun dritten Start in dieser Saison wieder zur Geltung kommen?
Eskimo Joe hatte beim jüngsten Engagement viel Pech. Er kam noch gut auf Touren, geriet jedoch im Eifer des Gefechts aus dem Takt, als er mit dem Sulky eines vorausfahrenden Gespanns in Berührung kam. Ohne diesen Fehler wäre er damals wohl immerhin schon Zweiter geworden.
5. Rennen, Reinier Feelders: Mit Urricane Fab und Texas Cobba schicken Sie gleich zwei Pferde ins Rennen der „Trotteur Francais“. Welche Chancen haben die beiden?
Texas Cobba dürfte noch ein Rennen benötigen, um wieder in Schwung zu kommen. Beim Start im Januar in Belgien scheiterte er an einer für ihn zu harten Bahn. Urricane Fab hätte auch in der Klasse bis 3.500 Euro antreten können, hätte es aber ebenfalls mit starken Gegnern zu tun bekommen. Ich habe mich für die Bänderstartaufgabe entschieden. Er geht ohne Zulage ins Rennen, und vielleicht reicht das zu einem kleinen Platzgeld.
6. Rennen, Gerd Biendl: Haben Sie die Stute Henneburry bewusst in einer hohen Gewinnklasse angegeben, um den inneren Startplatz zu bekommen?
Ja, genau das war der Grund. Sie ist eine sehr schnelle Beginnerin. Selbst mit Nummer acht ist sie in Berlin mal sofort in Front gezogen. Henneburry hat sich bei jedem Start gesteigert. Sie besitzt weiteres Potenzial, und mit Startnummer eins müssen die anderen 13 Pferde erst einmal um sie herum.
7. Rennen, Paul Hagoort: Seit jeher gelten Miss Love große Hoffnungen. Nun kommt sie unter Ihrer Regie heraus. Wird die Stute nun endlich ihrem guten Ruf gerecht?
Ich denke, noch nicht in diesem Rennen; auch wenn sie im ersten Band eindreht. Sie dürfte noch ein Engagement benötigen, denn in ihrer Klasse gibt es nicht viele Startmöglichkeiten. Wenn sie unter den ersten Vier einkommt, bin ich super zufrieden. Um einen Sieg zu erwarten, ist es meiner Einschätzung nach noch zu früh.
8. Rennen, Jos Oorthuijsen: On the road Rex wurde beim Comeback zwar nur Fünfter, lief aber wahrlich nicht übel. Kann er diesmal schon ganz vorne mitmischen?
Ja, das denke ich schon. Für den ersten Auftritt ging er am 3. März bereits sehr gut. Er musste auf weiten Wegen ein hartes Pensum absolvieren. Diesen Start hat er noch gebraucht, und er hat ihn entscheidend gefördert. On the road Rex hat anschließend einen guten Eindruck gemacht und müsste nun schon soweit sein.
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