NEWS von Sonntag, 07.03.2010

Sonntag, 07.03.10, Nachbericht 2
Shali’s Timmy gibt den Ton an

Erste Saison-Niederlage für Elwood Blues

Gelsenkirchen (mspw). Sechsmal in Folge war der von Stefan Humel (61/Mönchengladbach) vorbereitete Traber-Wallach Elwood Blues ungeschlagen geblieben und hatte auch seine ersten beiden Auftritte in diesem Jahr siegreich gestaltet. Am Sonntag gab auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen allerdings ein anderes Pferd den Ton an. Im Endspurt behauptete sich Shali’s Timmy mit Stefan Musga (43/Duisburg) im Sulky gegen den erneut von Peter Grundmann (34/Mönchengladbach) gesteuerten 15:10-Favoriten Elwood Blues. Rang drei ging an Ain’tshes Best mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen).

Mit Stefan Musga im Sulky ließ der fünfjährige Wallach Shali’s Timmy auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen sogar den Seriensieger Elwood Blues (Peter Grundmann) hinter sich


„Shali’s Timmy hat sich prächtig entwickelt. Als junges Pferd war er noch recht mickrig. Er ist mittlerweile aber richtig stark und einer meiner besten Traber im Stall“ freute sich Stefan Musga, der den fünfjährigen Wallach gemeinsam mit seinem Bruder Wolfgang (54/Dinslaken) vorbereitet. „Manchmal ist er noch ein wenig faul. Deshalb muss man ihn im Rennen immer bei Laune halten“, verriet Stefan Musga.

Gleich nach dem Start hatte Shali’s Timmy, der dem Gestüt Aschau von Dr. Otto Adelberger (München) gehört, die Führung übernommen. Die Attacke von Elwood Blues vor den Tribünen wehrte der Musga-Schützling ab und behauptete seine Spitzen-Position bis ins Ziel. Sicher mit einer Länge verwies er den Serien-Sieger Elwood Blues auf Platz zwei. Als Dritte war die fünfjährige Stute Ain’tshes Best nur um einen Hals geschlagen.

Der „Star“ im „Preis von der Cote d’Azur“, einer Bänderstart-Prüfung, war der von Thomas Panschow (42/Bladenhorst) gesteuerte Wallach Kosmo Star. Der Siebenjährige, der von Klaus Horn (60/Marl) für Martina Jänsch (42/Oberhausen) vorbereitet wird, erwischte aus dem ersten Band den besten Start und hatte danach keine Probleme, seinen ersten Erfolg in diesem Jahr perfekt zu machen. Zweiter wurde Speedy Chiola mit Wolfgang Musga vor King Kahn, gesteuert von Eckhardt Drees (64/Lüdinghausen).

Nichtstarter in diesem Rennen war Zico Buitenzorg aus dem Quartier von Trainer-Champion Roman Matzky (46) aus Schöneiche in der Nähe von Berlin. Mit der lange Zeit in Recklinghausen beheimateten Marisa Bock (29/Schöneiche), aktuell Drittplatzierte im Berufsfahrer-Championat, hätte der vierjährige Wallach wohl gute Chancen gehabt, am Nienhausen Busch vorne mitzumischen. Aber daraus wurde nichts. „Marisa hatte nach rund 30 Kilometern eine Autopanne“, erklärte Matzky. „Zwar konnten wir sie schnell wieder einsammeln. Aber die Fahrt nach Gelsenkirchen war danach nicht mehr möglich.“

Einen „Heimsieg“ gab es für den fünfjährigen Hengst Noble Shaolin aus dem Besitz des Gelsenkirchener Steuerberaters Volker Heimeshoff (41). Mit Eckhardt Drees im Sulky bescherte Noble Shaolin seinem Besitzer beim dritten Jahresstart bereits den zweiten Sieg. Der 19:10-Favorit Zycknit musste sich mit Thomas Panschow mit Rang zwei zufrieden geben. Dritter wurde Spendic Boy mit Lokalmatador Peter Poen (52).

Einen Dreierpack landete am Sonntag „Silberhelm“ Roland Hülskath (34/Mönchengladbach). Zunächst war der deutsche Vize-Champion mit Yasmine Boshoeve nicht zu bezwingen. Später steuerte Hülskath auch Yavari Boshoeve und Whippet Boshoeve für niederländische Farben zu vollen Erfolgen. Alle drei stammen aus der Zucht von Wiebe Landman (64/St. Nicolaasga, NL). Mit seinen drei Siegen war Hülskath auch der erfolgreichste Akteur der Veranstaltung am Nienhausen Busch. Er liegt bei den Profis jetzt mit 16 Treffern in diesem Jahr auf Rang vier. Es führt Manfred Zwiener (53/Berlin) mit 25 Siegfahrten vor „Goldhelm“ Michael Nimczyk (23/Willich) mit 19 Treffern und Marisa Bock (17 volle Erfolge).