NEWS von Sonntag, 07.03.2010
Sonntag, 07.03.10, Nachbericht 1
Strand-Training zahlt sich für Topshine Diamant aus
Mollemas „Rekordrenner“ Nevele Wood wird Dritter
Gelsenkirchen (mspw). Hopp oder top ist beim Traber-Wallach Topshine Diamant Programm. Drei Siege und drei Disqualifikationen standen bis zum Auftritt am Sonntag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen in der Bilanz des Fünfjährigen. Am Nienhausen Busch setzte Topshine Diamant seine Serie fort. Mit dem Niederländer Rick Wester (24/Schaandamm) im Sulky verkniff sich der Wallach jeden falschen Schritt und landete Start/Ziel seinen zweiten Sieg in Folge. Auf sehr tiefem Geläuf belegten Millhill mit Ralf Oppoli (42/Recklinghausen) und Deutschland-Debütant Nevele Wood mit seinem Trainer Arnold Mollema (61/Wolvega, NL) im Sulky die nächsten Plätze.
![]() |
Mitbesitzerin Dini Poort und Siegfahrer Rick Wester (rechts) freuten sich über die gelungene Vorstellung von Topshine Diamant |
Gleich nach dem Start - die Pferde wurden wegen der schwierigen Bahnverhältnisse jeweils ohne Startauto ins Rennen geschickt - war Topshine Diamant an die Spitze des Feldes gestürmt. Nevele Wood und Millhill folgten dicht dahinter. Für Farnese, gesteuert von „Silberhelm“ Roland Hülskath (34/Mönchengladbach), war das Rennen dagegen schon früh gelaufen. Der vierjährige Wallach war überhaupt nicht zum Traben zu bewegen und wurde von der Rennleitung disqualifiziert.
Vor den Tribünen beorderte Mollema den 16:10-Favoriten Nevele Wood, der als Zweijähriger im dänischen Charlottenlund bei seinem Sieg in einer durchschnittlichen Kilometer-Zeit von 1:15,6 Minuten für Furore und einen Bahn-Rekord gesorgt hatte, zum Angriff in die zweite Spur. Doch Topshine Diamant hielt energisch dagegen und behauptete die Führung. Mollema brach die Attacke ab und ordnete sich wieder an der Innenkante ein. Topshine Diamant hatte danach alles im Griff und führte das Feld auf die Zielgerade. Zwar versuchten Millhill und Nevele Wood noch einmal, an den 23:10-Mitfavoriten heran zu kommen. Dieser ließ an seinem zweiten Saison-Sieg aber keinen Zweifel mehr, gewann überlegen mit vier Längen vor Millhill, der sich im Endspurt gegen Nevele Wood mit einer Länge behauptete.
„Nevele Wood fehlt noch die Erfahrung, um bei so schwierigen Verhältnissen gut zurecht zu kommen“, analysierte Mollema, der seinen Schützling aktuell bei „90 Prozent seines Leistungsvermögens“ sieht. Im Laufe dieser Saison soll der dreijährige Hengst aus dem Besitz von Robbert Feenstra (Wolvega, NL) in Jahrgangsrennen an den Start kommen. „Geplant sind Auftritte auf den Bahnen in Oslo und Solvalla im Mai. Danach wird er nach Italien gebracht, wo er auf das Italienische Derby vorbereitet werden soll“, hat Mollema die Marschroute schon abgesteckt.
![]() |
Yasmine Boshoeve empfahl sich durch ihren Sieg mit Roland Hülskath am Nienhausen Busch für einen Start am Karfreitag in Hamburg-Bahrenfeld |
Für Arnold Mollema reichte es auch im zweiten Rennen mit dem 12:10-Favoriten Armbro Embellish nur zu Rang drei. Zwar hatte der sechsjährige Hengst, der im Vorjahr fünf seiner sechs Saison-Starts in Deutschland für sich entscheiden konnte, das Feld auf die Zielgerade geführt. Doch im Endspurt musste der Mollema-Schützling der Siegerin Yasmine Boshoeve (Roland Hülskath) sowie Floranus Bosphorus mit Lokalmatador Peter Poen (52/Gelsenkirchen) den Vortritt lassen.
Marcel Hauber (39/Deurze, NL), Trainer der Saison-Debütantin Yasmine Boshoeve, war vollauf zufrieden. „Mit dem Sieg war eigentlich kaum zu rechnen. Denn die Trainingsbedingungen waren alles andere als optimal“, sagte Hauber, der die fünfjährige Stute jetzt gezielt auf das „Johannes Frömming-Memorial“ am Karfreitag, 2. April, in Hamburg vorbereiten will.



