NEWS von Mittwoch, 03.03.2010

Sonntag, 7. März, Vorbericht 2
„Opa hat wieder Bock auf Traber“

Marisa Bock mal wieder am Nienhausen Busch

Gelsenkirchen (mspw). Viermal öffnet die Gelsenkirchener Trabrennbahn am Nienhausen Busch ihre Pforten im Monat März. Zunächst wird in Serie dreimal sonntags veranstaltet, ehe es am 25. März wieder am einstigen Traditionstermin Donnerstag rund geht. An diesem Sonntag (Beginn 14.00 Uhr, neun Rennen) wird es für Pferde mit höheren Gewinnsummen nicht leicht werden, den Sieg nach Hause zu traben. In einem Bänderstart-Rennen müssen diese Teilnehmer nämlich bis zu 50 Meter mehr zurücklegen als Pferde, die bisher weniger an Gewinnsumme aufweisen.

Marisa Bock stattet Sonntag der Gelsenkirchener Trabrennbahn einen Besuch ab.

In Gelsenkirchen schaut am Sonntag auch mal wieder Berufsfahrerin Marisa Bock (29) vorbei. Lange hat die Hamburgerin im Traber-Westen gewohnt und gearbeitet. Jetzt macht sie das von Schöneiche nahe Berlin aus, wo sie zusammen mit ihrem Berufskollegen Thorsten Tietz (32) lebt. In der vierten Tagesprüfung spannt sie Zico Buitenzorg an, der ihren Großeltern Hille (68) und Karl Bock (76) gehört.

Opa Karl ist seit vielen Jahren mit dem Traberbazillus infiziert. Er war auch zusammen mit Charles Grendel (66) Besitzer des Prix d’Amerique-Siegers Sea Cove, der sich - sehr zum Ärger seiner Besitzer - nach Beendigung seiner triumphalen Karriere als nicht zeugungsfähig erwies.

„Jetzt hat mein Großvater aber wieder richtig Bock auf Traber“, sagt Enkelin Marisa. Zico Buitenzorg hat einen gewissen Anteil daran, hat er doch eine beachtliche Siegesserie hingelegt, ehe es zuletzt nach einer Pause mit einem dritten Platz und danach mit einer Disqualifikation in einem Trabreiten nicht mehr so richtig rund lief. Nun versucht man es mit einem Bahnwechsel.

In Gelsenkirchen findet Zico Buitenzorg im vierten Rennen eine gut ausgesuchte Prüfung aus drei Bändern vor. Marisa Bock kann dabei aus der ersten Startreihe ins Rennen gehen und müsste bei glattem Rennverlauf und in der Form der siegreichen Auftritte alle Chancen haben, weit vorne dabei zu sein. Trotz eines zweiten Platzes bei seinem letzten Start wird es diesmal ganz schwer für Icetiger Diamant, der mit Lokalmatador Peter Poen (52) eine doppelte Zulage wettmachen muss.

Auch für die Mitglieder der Traberallianz West steht ein Bänderstart-Rennen auf dem Programm. Pferde mit einer Gewinnsumme von bis zu 60.000 Euro sind in diesem Amateurfahren startberechtigt. Eine Zulage (25 Meter) gibt es ab 11.001 Euro.