NEWS von Freitag, 18.12.2020

Vorschau - Dienstag, 22. Dezember 2020
Sieben Rennen vor dem Saisonfinale

Letzte Veranstaltung vor dem traditionellen »Traben unterm Tannenbaum« – Das Beste zum Schluss – Ennyus Boko trifft zahlreiche ernstzunehmende Gegner – Declic Julry von zwei Lehmann-Trabern gefordert – Robbin Bot mit mindestens drei guten Chancen auf dem Weg zum »Bronzehelm« – Rennbeginn um 17.15 Uhr

(GelsentrabPR) – Nur vier Tage vor dem Saisonabschluss, dem traditionellen »Traben unterm Tannenbaum« am zweiten Weihnachtstag, offeriert Gelsentrab seinem treuen heimischen Publikum noch einmal ein sieben Prüfungen umfassendes Programm. Bei vier der Rennen können auch die »turfistes« in Frankreich live dabei sein. Das Augenmerk wird hier wie dort vermutlich insbesondere auf die Partie ganz zum Schluss gerichtet.

Wer die Wahl hat …

Um punkt 20 Uhr (erstes Rennen um 17.15 Uhr) ertönt dann in der Feldmark das »Ab« für den mit 3.500 Euro dotierten »Preis von Duindigt«, der die 60.000 Euro-Klasse anspricht und zehn größtenteils formstarke Teilnehmer hinter dem Startwagen zusammenbringt. Die größte Gewinnsumme hat der viel geprüfte Niederländer Ennyus Boko (10/Caroline Aalbers) und damit hierzulande die Position in der zweiten Reihe außen, von der aus er dennoch die Favoritenrolle einnehmen könnte. Der Neunjährige unterstrich seine gute Verfassung zuletzt an der Niersbrücke, wo er im »Großen Preis der Stadt Mönchengladbach« gegen starke Konkurrenz einen gut dotierten vierten Platz belegte.

Ennyus Boko (Caroline Aalbers) kann seinen zweiten Jahressieg perfekt machen - © traberfoto-sx

Ob es in Gelsenkirchen nun für den zweiten Jahressieg reicht, hängt auch vom Verlauf der Startphase ab, in der Herausforderer Napster (Jochen Holzschuh) von der »6« sicher alles daransetzen wird, eine günstige Ausgangslage im Vordertreffen zu finden. Der Wallach wird in Gelsenkirchen wieder besser aufgehoben sein als Ende November in einem Trabreiten in Frankreich und hätte den ersten Volltreffer der Saison auf den letzten Drücker absolut verdient. Den etablierten Recken das Wasser reichen soll Climber (5/Robbin Bot), der als Youngster über 30.000 Euro verdiente und seinen Kontostand in 2020 bisher um weitere rund 13.000 Euro erhöht hat, obwohl er bei seinen Engagements in Paris und Schweden über einzelne Platzierungen nicht hinausgekommen ist. Der Habo-Traber sollte nach seinem fünften Rang beim Hamburger Deutschland-Debüt auf jeden Fall gefördert antreten und gehört ebenso in alle Überlegungen wie Lordano Ass (3/Tim Schwama), Mr Bathuan Byd (2/Erwin Bot), der jüngst außen herum bravourös kämpfende Hasta la Vista (1/John Dekker), Fiobano (9/Jaap van Rijn) und selbstverständlich Super Queen C (8/Stefan Schoonhoven).

»Preis von Wolvega« für Franzosen

Der Zieleinlauf zum V6-Treffer könnte dementsprechend ein steiniger werden und auch der Weg dorthin ist mit einigen kniffligen Aufgaben verbunden. So haben die Wetter im aus drei Bändern gestarteten »Preis von Wolvega« für französisch gezogene Pferde die Wahl zwischen mindestens drei Teilnehmern, von denen Declic Julry (7/Jochen Holzschuh) möglicherweise die besten Chancen auf den Sieg hat. Der Wallach genießt 25 Meter Vorsprung vor dem frischen Sieger Birdy de Neuilly (10/Robbin Bot), dessen Stall- und Trainingsgefährte Dream Gibus (9/Anne Lehmann) für viele die dritte Option sein dürfte. Emine Smiling (2) ist im ersten Band gut positioniert, hat mit Trainer Eckhardt Drees im Sulky jedoch seit Weihnachten 2018 nicht mehr gewonnen.

Tritt im »Trotteur Francais« mit guten Chancen an: Declic Julry (Jochen Holzschuh) - © traberfoto-sx

Robbin Bot an allen Fronten

Sehr viel besser ist die Erfolgs-Bilanz von Robbin Bot, der aktuell auf dem dritten Rang des Berufsfahrer-Championats liegt, mit fünf Zählern mehr als Josef Franzl jedoch kein dickes Polster hat. Der zum Team Nimczyk zählende Niederländer wird sich am Dienstag also erneut ins Zeug legen und die Chancen nutzen müssen. Gleich zum Auftakt steht Bot mit dem Varenne-Sohn Velten von Polly (2) in der Favoritenrolle. Der Hengst kreuzt die Klingen – wie schon bei seinem Ehrenplatz vor fünfzehn Tagen – mit Amon Wise As (4/Erwin Bot) und sollte außerdem ein Auge auf den frischen Mönchengladbacher Sieger Maranello Bo (3/Jaap van Rijn) haben.

Weniger den Gegnern als seinem Zugpferd dürfte Bots Konzentration im folgenden »Preis von Joure« gelten. Key West Newport (2) scheiterte bei seinen beiden ersten Karriere-Starts an Fehlern, zuletzt im Schlussbogen mit scheinbar sicherer Führung, ließ jedoch gutes Laufvermögen vermuten und könnte glattgehend evtl. auch die am 7. Dezember mit gutem Speed leicht zum Zuge gekommene Rita (8/Jan Thijs de Jong) hinter sich lassen.

Ähnlich ist die Ausgangslage bei Robbin Bots dritter Top-Chance im »Preis von Hilversum«. Mit dem Bold Eagle-Sohn Gold Park (8) hat er hier einen Partner zur Hand, der sich bis dato in Deutschland nur selbst geschlagen hat, dies allerdings zu oft. Drei Siegen stehen bei dem Vierjährigen fünf Disqualifikationen gegenüber.