NEWS von Freitag, 23.10.2020

Vorschau - Mittwoch, 28. Oktober 2020
»Goldener Oktober« für Panoramic?

Der »Hunyady«-Dritte will endlich den ersten Jahressieg – Mit demselben Ziel gehen Very Impressive S und SJs Junior C in den »Oktober-Cup« – Weitere vier PMU-Rennen mit u. a. Easy Going BR gegen starke Gegner – Insgesamt zehn Prüfungen ab 16.40 Uhr

(GelsentrabPR) – Zum dritten und letzten Mal in diesem Monat kommt die eingeschworene Trabergemeinde am kommenden Mittwoch in Gelsenkirchen zusammen. Am Nienhausen Busch werden zehn Prüfungen entschieden, wie bereits bei den drei letzten Veranstaltungen stehen vier in Kooperation mit dem französischen Wett-Multi PMU vermarktete Rennen im Mittelpunkt des Geschehens.

Mit der »13« zum ersten Volltreffer?

Erstmals mit dabei sind die »turfistes« aus dem Nachbarland im »Wettstar-Oktober-Cup«, der an sechster Stelle des um 16.40 Uhr beginnenden Programms ausgetragen wird und mit seiner Dotation von 5.000 Euro einige gutklassige Vierbeiner hinter den Startwagen bringt. Mit der »13« sieht Panoramic diesen aus der zweiten Reihe, wird um die Favoritenrolle aber wohl dennoch nicht herumkommen. Der bereits zehnjährige Schützling aus dem Trainingsquartier von Henk Grift ist kein bisschen Altersmüde, machte jüngst sogar noch mal auf höherer Ebene als Dritter im Wiener »Graf-Kalman-Hunyady-Gedenkrennen« auf sich aufmerksam und hat mit Michael Nimczyk den seit Jahren siegreichsten Fahrer Deutschlands im Sulky.

Ausgemachte Sache ist der erste Volltreffer des Jahres für den Scarlet Knight-Sohn dennoch nicht, schließlich stellen sich ihm mit Very Impressive S (8/Cees Kamminga) und SJs Junior C (9/Stefan Schoonhoven) zwei veritable Konkurrenten in den Weg, die mit der selben Zielsetzung an den Ablauf gehen. Hinzu kommt der im Gegensatz dazu als vierfacher Saisonsieger antretende Fuggedaboutit (5/Tom Kooyman), der seine Topform noch am 11. Oktober mit einem vollen Erfolg bestätigte und aktuell wohl noch stärker einzuschätzen ist als Ennyus Boko (7/Caroline Aalbers). Hugo Langeweg schickt die nach langer Pause den zweiten Start absolvierende Normandie Royal (10) mit Jaap van Rijn ins Rennen.

Fuggedaboutit (Tom Kooyman) geht als frischer Sieger an den Ablauf - © traberfoto-sx

Easy Going oder Geordie oder Mad World oder …

Weiter geht es am Mittwoch im GelsenTrabPark mit einer Partie für die Klasse bis 3.500 Euro Gewinnsumme, in der Nyx Hillperon (Reinier Feelders) trotz Startplatz vierzehn beste Chancen hat, und einer recht schwer zu durchschauenden Prüfung ausschließlich für französisch gezogene Pferde, ehe um 20.05 Uhr das zweite Highlight des Abends gestartet wird. Im »Preis von Parilly« kreuzen zehn Teilnehmer die Klingen, die bis dato jeweils bis zu 28.000 Euro auf dem Konto haben, und versprechen einen spannenden Endkampf.

Für den Sieg infrage kommen mindestens sechs Pferde, von denen Easy Going BR (7/Rob de Vlieger) möglicherweise die besten Karten in der Hand hält. Der Wallach reist mit guten Formen aus den Niederlanden in die Feldmark, wo er Ende Mai überraschend den ersten von inzwischen vier Jahreserfolgen perfekt machte. Hinter sich lassen muss der Siebenjährige dieses Mal vor allem den Altersgefährten Geordie (5/Berry Schwarz), der nach wie vor ein Muster an Beständigkeit ist und zuletzt erstmals auch in Gelsenkirchen ganz vorne landen konnte. Bei dieser Gelegenheit kündigte der laufstarke Mad World (3/Tim Schwarma) sich mit einem dritten Platz an und wird das Feld nach diesem Motivationsschub wohl ebenso wenig freiwillig räumen wie der Deutschland-Debütant Falco d’Airel (6/Dion Tesselaar), die frische Doppelsiegerin Calamintha (2/Thomas Bos) und Joe Fanatic (4/Bas Crebas), der gleichfalls zum ersten Mal hierzulande antritt.

Trifft starke Gegner: Easy Going BR (Rob de Vlieger) - © traberfoto-sx

Zum Abschluss die Amateure

Den Abschluss des Programms, das für die Wetter u. a. eine V6-Wette mit garantierter Mindestauszahlung von 3.000 Euro bereithält, bildet ein interessant besetztes Amateurfahren. Das ist mit 1.500 Euro natürlich nicht so hoch dotiert wie schon die vier PMU-Rennen zuvor, lässt aber dennoch ebenso auf attraktiven Sport hoffen wie die ersten fünf Partien. Das zu schlagende Pferd ist hier der Niederländer Iris de l’Iton (7), in dessen Sulky erstmals Christoph Pellander Platz nimmt. Der Abteilungsleiter bei der ARD-Filmeinkaufsgesellschaft Degeto ist dem Trabrennsport seit Jahren eng verbunden und wird sicher wissen, dass er insbesondere ein Auge auf Rita Drees haben muss. Die siegreichste Amateurfahrerin der Welt steuert die von ihrem Bruder Eckhardt vorbereitete Emine Smiling (1) und ist damit ähnlich gut »beritten« wie Samantha Stolker, die den fünffachen Jahressieger Iron Fox (3) pilotiert. Kantadou (4/Paul Kuhsträter) – ein Nachkomme der Stutenderby-Siegerin von 2009, Kataja – ist nach seinem Comeback-Erfolg ebenfalls der Liste der Top-Herausforderer zuzuordnen.